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Gesundheitliche Vorsorge

Warum gesundheitliche Vorsorge? 

Gesundheit ist immer ein wichtiges Thema.
Insbesondere bei der Arbeit in der Prostitution besteht ein gesundheitliches Risiko, das nicht zu unterschätzen ist.

  • Nicht alle Personen, die in der Prostitution arbeiten haben die wichtigen Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten, HIV/AIDS, Hepatitis sind häufig nicht bekannt
  • Darüber hinaus fehlt es an Informationen über medizinische Einrichtungen, an die Sie sich im Falle einer Erkrankung wenden könnten
  • Wir wissen, dass einige Frauen in der Prostitution unter großem Druck stehen: Ihnen wird angelastet angebliche Schulden abzutragen, so dass Sie beispielsweise oftmals lange Zeit ganz ohne Verdienst arbeiten; das wenige verdiente Geld benötigen Sie dann für Kleidung, Zimmermiete und Verpflegung, so dass das Thema Gesundheit leicht eine untergeordnete Rolle spielen kann

Aber es gibt Möglichkeiten, auch für wenig Geld durch seriöse Angebote gesundheitlich vorzusorgen! Diese möchten wir Ihnen vorstellen:

Gesundheitsämter

Gesundheitsämter bieten grundsätzlich kostenlose gesundheitliche Vorsorge an, zumindest, was sexuell übertragbare Krankheiten angeht. Dort kann man auch AIDS - Tests kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr machen lassen und man kann auf Wunsch anonym bleiben.

Gesundheitsämter gibt es in fast jeder Stadt, Sie können einfach bei der zentralen Telefonnummer der Stadt, in der Sie sich aufhalten, nachfragen oder unter diesem Link schauen.

Streetwork

Einige Fachberatungsstellen bieten sogenannte "Streetwork" an. Streetwork bedeutet, dass Mitarbeiter*innen unterwegs zu Ihnen sind und Informationen verteilen, die wichtig für Sie sein können. Die Streetworker*innen machen regelmäßige aufsuchende Arbeit in Bordellen, Clubs und auf dem Strassenstrich:

  • Auf die Streetworker*innen können Sie sich verlassen: kontinuierliches und sensibles Vorgehen ermöglicht es Ihnen, sich langsam an das Thema Gesundheitsvorsorge heranzutasten
  • Streetworker*innen sind meistens Frauen und sie werden sich Ihnen immer vorstellen, das heißt, Sie erfahren von den Frauen, dass Sie für eine Beratungsstelle arbeiten und Informationen verteilen 
  • Mitgebrachtes Anschauungsmaterial über Gebrauch und Qualität unterschiedlicher Kondome, Fotos, ein kleines Wörterbuch, das zur Kommunikation mit deutschen Freiern dient, sind die Materialien, mit denen Streetworkerinnen zu helfen versuchen
  • Damit Sie selbst aktiv werden zu können, verteilen die Streetworkerinnen oftmals Notruf-Karten von ortsansässigen Beratungsstellen, die telefonische Beratung zu gesundheitliche Themen anbieten
  • In dringenden Notfällen und wenn Sie es wünschen, kann die Streetworkerin direkt und noch vor Ort Kontakt zu einer Beratungsstelle herstellen, wo Ihnen dann weitergeholfen werden kann.
  • Darüber hinaus vermitteln und begleiten die Streetworkerinnen Sie auf Wunsch zu unterschiedlichsten Arztpraxen, für die Empfehlungen vorliegen, das heißt sie kennen sich mit Ihren Problemen aus und arbeiten in Ihrem Sinne; bitte fragen Sie nach, ob dies angeboten werden kann

Der KOK wird gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

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