. .

Neueste Publikationen zum Download

UNODC-Studie zu Fällen von Menschenhandel

Das United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) hat Anfang März 2017 die Studie „Evidential Issues in Trafficking in Persons Cases. Case Digest.” veröffentlicht, im Rahmen derer 135 Fälle von Menschenhandel untersucht und analysiert wurden. Die Studie legt dazu zunächst die Komplexität der Beweisführung in Fällen von Menschenhandel dar und diskutiert die Problemstellungen und Herausforderungen in diesem Bereich, beispielsweise betreffend der Aussagen von Betroffenen, Gutachten von Experten sowie Sachbeweisen wie Videomaterial oder Utensilien während der ausbeuterischen Situation. Zusätzlich werden aber auch einzelne Fälle aus verschiedenen Ländern aufgegriffen und näher behandelt. Ziel der Studie ist es dabei, die Komplexität der Fälle und der Beweisführung sowie die Vielfalt der nationalen Systeme und der verschiedenen Zuständigkeitsbereiche aufzuzeigen. Indem die verschiedenen Möglichkeiten zum Umgang mit Fällen im Bereich des Menschenhandels dargelegt werden, soll ein Bewusstsein für Gemeinsamkeiten und Unterschiede im weltweiten Kontext geschaffen werden.

6. Staatenbericht zum WSK - Pakt der UN

Der sechste Staatenbericht Deutschlands zum Pakt über wirschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (WSK-Pakt) der Vereinten Nationen wurde am 9.12. vom Kabinett beschlossen und am 22.02. in der englischen Fassung vom OHCHR (Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights) angenommen.

Die Einhaltung des Paktes wird vom UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte überwacht.

Es gibt seitens der Zivilgesellschaft das Bestreben, einen Alternativbericht zu dem Staatenbericht zu erstellen, der KOK plant, sich daran zu beteiligen.

ECPAT-Projekt ReAct

ECPAT hat eine neue Studie vorgestellt, die sich mit Kinderhandel in Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und in Großbritannien befasst. Im Rahmen des Projektes ReAct, welches von den ECPAT-Arbeitsgemeinschaften dieser Länder betrieben wird und zur Verbesserung der Unterstützung von Kindern als Betroffene von Menschenhandel beitragen soll, entstand die Studie „Better support, better protection“. Diese zeigt unter anderem, dass viele Kinder, die von Menschenhandel betroffen sind, nicht identifiziert werden können und dass nur zwei der fünf genannten Staaten notwendige Daten sammeln, um den Kinderhandel in ihrem Land analysieren zu können. In Deutschland konnten beispielsweise keine genauen Daten zu Kindern, die verschwunden sind, festgestellt werden. Zur besseren Identifizierung und zum Schutz von Kindern, die von Menschenhandel betroffen sind, soll ein umfassender Schutzmechanismus eingeführt werden. Dieser soll die nationale Kinder- und Jugendhilfe, die Polizei, die Anwaltschaft, das Gesundheits- und Schulwesen, unabhängige Vormünder und NGOs vernetzen. Dazu könnten unter anderem unabhängige Vormundschaftsstellen eingerichtet werden, die die Vormünder betreuen und schulen. Die Studie stellt zudem fest, dass Kinderhandel zur Ausnutzung strafbarer Handlungen zunimmt. Die Gewährung des Flüchtlingsstatus eines Kindes kann nur dann eine dauerhafte Lösung darstellen, wenn die körperlichen und psycho-sozialen Beschwerden des Kindes ebenfalls wahrgenommen und entsprechend behandelt werden.

Im Rahmen des Projektes hat ECPAT auch Aufklärungsclips produziert, die zur Sensibilisierung von minderjährigen Betroffenen von Menschenhandel und zur Aufklärung über ihre Rechte beitragen sollen.

Die Clips gibt es sowohl auf deutsch als auch in verschiedenen anderen Sprachen.

Zudem wurden kindgerechte Flyer erstellt, die Kinder und Jugendliche über die Formen von Menschenhandel, Indizien und Unterstützungsangebote aufklären sollen. Die Flyer sind in 12 Sprachen verfasst, darunter Deutsch, Arabisch und Farsi.

Infobroschüre zum Asylverfahren

Der Paritätische Gesamtverband veröffentlichte die Arbeitshilfe „Grundlagen des Asylverfahrens“, um einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen des Asylverfahrens zu geben. Die Broschüre gibt Informationen vor, während und nach Abschluss des Asylverfahrens und berücksichtigt die neueren rechtlichen Änderungen des Asylverfahrens.

Bericht von Myria zur erzwungenen Bettelei

Das belgische Migrationszentrum, Myria, veröffentlichte seinen alljährlichen Bericht „2016 Annual Report trafficking and smuggling of human beings: Beggars in the hands of traffickers“ zur Einschätzung politischer Konzepte und Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel und Schmuggel in Belgien. Myria wurde zur unabhängigen nationalen Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel für Belgien ernannt. In seinem diesjährigen Bericht liegt der Fokus auf Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung von Bettelei, um auf diese noch zu unbeachtete Form des Menschenhandels und der Ausbeutung aufmerksam zu machen. Die Rolle der Roma wurde dabei speziell untersucht, da vor allem sie einigen Vorurteilen im Bereich des Bettelns ausgesetzt sind. Der Bericht legt zudem die rechtlichen und politischen Entwicklungen Belgiens in der Bekämpfung von Menschenhandel dar. Diesbezüglich wird eine Übersicht der Rechtsprechung gegeben, es werden diverse Fallstudien, Erfahrungen und bewährte Praktiken sowie wesentliche Eckdaten zu dieser Thematik vorgestellt und Empfehlungen zur Bekämpfung von Menschenhandel formuliert. Die Erschließung legaler und sicherer Migrationsrouten wird dabei zur Bekämpfung von Menschenhandel und Schmuggel besonders hervorgehoben.

Der KOK wird gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

„Menschenhandel in Deutschland – eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Praxis“

Link zum gleichnamigen Buch

„Menschenhandeln"
Ein Animationsfilm über die Arbeit des KOK, dieser Film ist Bestandteil der Ausstellung des KOK.

Termine

Aktuell liegen in dieser Rubrik keine Informationen vor. Schauen Sie bitte in Kürze wieder vorbei.

Spenden und unterstützen

Neuigkeiten

CEDAW – Ausschuss empfiehlt Stärkung der spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel und für die Betroffenen einen Aufenthaltstitel...

lesen

Kobra, die zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel in Hannover, hat ein Projekt zu den Zukunftsvorstellungen von Betroffenen...

lesen

Der KOK begrüßt das eingeleitete Vorhaben zur Ratifizierung der Europaratskonvention gegen Gewalt gegen Frauen (sogenannte Istanbul-Konvention).

Das...

lesen