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Vernetzung bundesweit

Der KOK e.V. arbeitet seit seiner Gründung bundesweit vernetzt. Sie finden Informationen über die verschiedenen Kooperationspartner, mit denen der KOK zusammenarbeitet sowie über die interdisziplinären Gremien, in denen der KOK als Nichtregierungsorganisation vertreten ist. Unter Kontakte und Links finden Sie wichtige Ansprechpartner, die hilfreich zu Ihrer weiteren Information sein können.

Gremienarbeit des KOK in Deutschland

Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel

Der KOK ist ständiges Mitglied in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel, die beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) angesiedelt ist und koordiniert wird. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel wurde 1997 eingerichtet und bildet seither den Rahmen für einen kontinuierlichen, länderübergreifenden Fach- und Informationsaustausch zum Thema Menschenhandel zwischen beteiligten Behörden sowie Nichtregierungsorganisationen aus Bund und Ländern. 

Zu den Zielen der B-L-AG Menschenhandel gehört es, Empfehlungen für die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern zu erarbeiten sowie bundesweite Aktionen zum Thema Menschenhandel zu organisieren und koordinieren. Die Bündelung der interdisziplinären Kräfte an einem Tisch ermöglicht die vorbildhafte Entwicklung von Handlungsansätzen gegen das Phänomen und für einen verbesserten Opferschutz in Deutschland. 

Eine Reihe von Verbesserungen wurden von der B-L-AG Menschenhandel erarbeitet:

  • Kooperationskonzept für Fachberatungsstellen und Polizei 
  • Auslegungshilfe für Sozialhilfeträger  
  • Erlass des (damaligen) Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung an die Landesversorgungsämter (Zugang für OpferzeugInnen zu Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz) 
  • Weisung des (damaligen) Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung zur Schaffung eines Zugangs für OpferzeugInnen zum Arbeitsmarkt ohne Vorrangprüfung
  • Erstellung eines Handlungsleitfadens zur Beantragung von Leistungen nach dem OEG 
  • Fortbildungskonzept für Behörden und Einrichtungen, die mit dem Thema Menschenhandel befasst sind

Mitglieder der B-L-AG Menschenhandel:

Vorsitz: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 
Bundesministerium des Innern (BMI), Bundesministerium der Justiz (BMJ), Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium für Wirtschaft, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bundeskriminalamt (BKA), Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. (KOK), Solwodi e.V.,  Auswärtiges Amt, Vertreter der Sozialministerkonferenz, Innenministerkonferenz und Justizministerkonferenz, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Berlin, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAG FW) und Gleichstellungsministerkonferenz (GFMK).


Bund-Länder-Arbeitsgruppe Bekämpfung des Menschenhandels zum Zweck der Arbeitsausbeutung

Die Arbeitsgruppe ist beim BMAS angesiedelt und besteht seit Februar 2015. Sie hat das Thema Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung im Fokus. Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind Vertreter*innen der zuständigen Ministerien und Senatsverwaltungen von Bund und Ländern, der ASMK (Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales), des Bundeskriminalamtes, der Gewerkschaften und Arbeitgeber sowie von zwei Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel, der KOK und weitere Akteure wie die Sozialversicherung, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit und die Wohlfahrtsverbände.

Auf dem ersten Treffen wurden die zentralen Arbeitspunkte benannt, mit dem Ziel, bis Ende 2016 ein Konzept für die Bekämpfung des Menschenhandels zu entwickeln.
Es wurden drei Unterarbeitsgruppen eingerichtet, die jeweils einen themenspezifischen Workshop abhielten:

  • Workshop am 1. März 2016: Beratung und Unterstützung von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung
  • Workshop am 27. April 2016: Prävention/ Sensibilisierung/ Öffentlichkeitsarbeit
  • Workshop Juni 2016: Strafrechtliche Verfolgung von Menschenhandel, Zwangsarbeit und Ausbeutung

Der KOK war in der Unterarbeitsgruppe 1, Unterstützung von Betroffenen, vertreten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BMAS.

Bund-Länder-Arbeitsgruppe Schutz vor kindern und jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung

Die Bund­-Länder­-Arbeitsgruppe zum „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung“ wurde im September 2003 als Monitoringinstrument zum  gleichnamigen Aktionsplan der Bundesregierung eingerich­tet und ist beim BMFSFJ angesiedelt. Der BLAG gehören Vertreter*innen des Bundes, der Länder, der Kommu­nen sowie Vertreter*innen von Nichtregierungsorganisationen an. Die Arbeitsgruppe tagt in der Regel zweimal im Jahr. Ziel ist es, eine kontinuierliche Kooperation und einen Austausch in dem Hand­lungsfeld zu gewährleisten.
Es wurden verschiedene Unterarbeitsgruppen zu der BLAG eingerichtet, u.a. die UAG "Handel mit Kindern, Tourismus und internationale Kooperation".
Der KOK ist in der BLAG und in der genannten UAG vertreten und arbeitet u.a. an der Erstellung eines Kooperationskonzepts zum Schutz von minderjährigen Betroffenen von Menschenhandel mit.

Initiative zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften des BMFSFJ

Im Rahmen des von der Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, vorgestellten Konzepts zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften wurde u.a. im Frühjahr 2016 eine gemeinsame Initiative zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften von UNICEF und dem Bundesfamilienministerium gestartet.Mitglieder dieser Initiative sind neben dem BMFSFJ und UNICEF auch Wohlfahrtsverbände und NGOs, z.B. der KOK.
Im Rahmen der Initiative wurden erstmals bundesweit einheitliche Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften entwickelt.
Es haben zudem bisher drei Runde Tische der Initiative stattgefunden, an denen auch weitere NGOs und zentrale Akteure teilnahmen und bei denen spezifische Lernziele und inhaltliche Mindestanforderungen für Trainingsmodule zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften festgelegt wurden. Diese Module wurden in ersten Trainings für Mitarbeiter einer Piloteinrichtung in Berlin getestet und werden auf dieser Basis weiterentwickelt. 25 in ganz Deutschland verteilte Konsultationseinrichtungen in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände mit jeweils einem Koordinator für die Umsetzung der Mindeststandards sind ausgewählt. Sie dienen als Vorbild und Modell für andere Einrichtungen (vgl. Webseite UNICEF)

Forum Menschenrechte

Um auf die Wahrung von Menschenrechten für den Bereich des Menschenhandels hinzuwirken und die vielfältigen nationalen und internationalen Erfahrungen gebündelt in das Forum einbringen zu können, arbeitet der KOK e.V. kontinuierlich im Forum Menschenrechte mit. 

Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk von mehr als 48 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtschutz einsetzen - weltweit und in der Bundesrepublik Deutschland. Innerhalb des Forums sind verschiedene Arbeitsgruppen dafür verantwortlich, gemeinsame Stellungnahmen und Materialien zu erarbeiten, Aktionen, öffentliche Veranstaltungen und Expertengespräche vorzubereiten. Das Forum Menschenrechte arbeitet eng mit NGOs auf europäischer und internationaler Ebene zusammen. 

Der KOK ist aktiv in zwei Arbeitsgruppen des Forums Menschenrechte tätig und zwar in der Arbeitsgruppe Innenpolitik und der Arbeitsgruppe Frauenrechte. 

Die AG Innenpolitik arbeitet u.a. zielgerichtet daran, zweimal jährlich ein Treffen mit dem Innenausschuss des Bundestages zu organisieren. 

Der KOK problematisiert in der AG vor allem die Auswirkungen des Aufenthaltsgesetzes auf Betroffene von Menschenhandel aber auch andere relevante Themen.http://www.kok-buero.de/data/Medien/VersionfurDIM13.05.2005.pdf

Die AG Frauenrechte hat die Arbeitsschwerpunkte 

  • der Stärkung der Rechte von Frauen
  • Bewusstseinsbildung 
  • Durchsetzung von internationalen Standards, z.B. der UN-Frauenrechtskonvention 
  • Monitoring und Kommentierung der Erfüllung dieser Verpflichtungen sowie 
  • Inputs, z.B. in Form von Schattenberichten 

Der KOK bringt in die AG seine Arbeitsschwerpunkte ein, insbesondere die Themen Berücksichtung der Interessen von Migrantinnen sowie Gewalt an Frauen im Migrationsprozess. 

Kontakt:
Forum Menschenrechte
Netzwerk deutscher Menschenrechtsorganisationen
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Homepage: http://www.forum-menschenrechte.de/

Der KOK wird gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

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