Vernetzung

Der KOK e.V. arbeitet in bundesweiten und internationalen Gremien mit und bringt politische Forderungen in Gesetzgebungs- und Entscheidungsprozesse ein. Wir halten es für unsere Aufgabe

  • interdisziplinäre, überregionale und internationale Zusammenarbeit zu fördern
  • die Menschenrechtsperspektive in Politik und Gesetzgebung zu manifestieren
  • Rechtsansprüche von Betroffenen des Frauenhandels bundesweit und international zu verankern
  • die Anwendung und Verbesserung nationaler und internationaler Rechtsvorschriften durchzusetzen

Zur Umsetzung dieser Ziele engagiert sich der KOK e.V. kontinuierlich auf nationaler und internationaler Ebene. Die politischen Positionen stimmt der KOK mit seinen Mitgliedsorganisationen ab und nutzt das Expert*innenwissen sowie die Erfahrungen aus der praktischen Arbeit der Fachberatungsstellen, um die politischen Forderungen praxisnah untermauern zu können. Für die Einbringung der Forderungen auf dem nationalen und internationalen Parkett ist die KOK-Geschäftsstelle originär zuständig.

Die Arbeit des KOK hat zu Erfolgen geführt, wie die Reformen nationaler Gesetze und internationaler Konventionen sowie die teilweise Verbesserung der rechtlichen Situation Betroffener von Menschenhandel. Die Vernetzung des KOK verfolgt aber auch das Ziel, das Expert*innenwissen anderer, mit den Themen Menschenhandel und Ausbeutung befasster Institutionen für die Praxis nutzbar zu machen. 

Jedoch besteht weiterer Handlungsbedarf:

  • Nach wie vor setzt die nationale und internationale Rechtslage für den Bereich des Menschenhandels vorwiegend Standards für die Verbrechensbekämpfung und reguliert meist restriktiv Migrationsbewegungen.
  • Rechtsansprüche für Betroffene sind kaum vertreten.
  • Selbstverständlich ist die Bekämpfung von Kriminalität ein wichtiges staatliches Ziel. Im Zentrum unserer Arbeit stehen jedoch die Betroffenen selbst und vor allem die Durchsetzung ihrer Rechte, und nicht primär die Betroffenen in ihrer Funktion als Zeug*innen.
  • Vorrangiges Ziel muss aus unserer Sicht sein, Betroffene dabei zu unterstützen, sich zu stabilisieren und die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Ein reiner Fokus auf der Strafverfolgung bringt nicht nur die Gefahr einer Instrumentalisierung und sekundären Viktimisierung der Betroffenen mit sich, sondern kann auch zu einer verfälschten Wahrnehmung der Realität von Menschenhandel und Ausbeutung führen.

Vernetzung & Gremienarbeit in Deutschland

 

Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel

Der KOK ist ständiges Mitglied in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel, die beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) angesiedelt ist. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel wurde 1997 eingerichtet und bildet seither den Rahmen für einen kontinuierlichen, länderübergreifenden Fach- und Informationsaustausch zum Thema Menschenhandel zwischen beteiligten Behörden sowie Nichtregierungsorganisationen aus Bund und Ländern. 

Zu den Zielen der B-L-AG Menschenhandel gehört es, Empfehlungen für die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern zu erarbeiten sowie den interdisziplinären Fachaustausch zum Thema Menschenhandel und Ausbeutung in Deutschland zu unterstützen. Die Bündelung der interdisziplinären Expertise in diesem Gremium ermöglicht die Entwicklung von Handlungsansätzen gegen das Phänomen und für einen verbesserten Opferschutz in Deutschland. 

Eine Reihe von Ergebnissen wurde von der B-L-AG Menschenhandel seit Bestehen bereits erarbeitet:

  • Kooperationskonzept für Fachberatungsstellen und Polizei 
  • Auslegungshilfe für Sozialhilfeträger  
  • Erlass des (damaligen) Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung an die Landesversorgungsämter (Zugang für Opferzeug*innen zu Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz) 
  • Weisung des (damaligen) Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung zur Schaffung eines Zugangs für Opferzeug*innen zum Arbeitsmarkt ohne Vorrangprüfung
  • Erstellung eines Handlungsleitfadens zur Beantragung von Leistungen nach dem OEG 
  • Fortbildungskonzept für Behörden und Einrichtungen, die mit dem Thema Menschenhandel befasst sind

Mitglieder der B-L-AG Menschenhandel:

Vorsitz: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 
Bundesministerium des Innern (BMI), Bundesministerium der Justiz (BMJ), Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium für Wirtschaft, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bundeskriminalamt (BKA), Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. (KOK), Solwodi e.V., Auswärtiges Amt, Vertreter*innen der Sozialminister*innenkonferenz, Innenminister*innenkonferenz und Justizminister*innenkonferenz, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Berlin, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAG FW) und Gleichstellungsminister*innenkonferenz, Deutsches Institut für Menschenrechte. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).


Bund-Länder-Arbeitsgruppe Bekämpfung des Menschenhandels zum Zweck der Arbeitsausbeutung

Die Arbeitsgruppe ist beim BMAS angesiedelt und besteht seit Februar 2015. Sie hat das Thema Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung im Fokus. Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind Vertreter*innen der zuständigen Ministerien und Senatsverwaltungen von Bund und Ländern, der ASMK (Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales), des Bundeskriminalamtes, der Gewerkschaften und Arbeitgeber*innen sowie von zwei Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel, der KOK, die Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel und weitere Akteure wie die Sozialversicherung, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit und die Wohlfahrtsverbände.


Nationaler Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Im Dezember 2019 wurde der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ins Leben gerufen, der unter dem Vorsitz der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs UBSKM stattfindet. Die Arbeit des Rates fand in verschiedenen Arbeitsgruppen statt: „Schutz“, „Hilfen“, „Kindgerechte Justiz“, „Schutz vor Ausbeutung und internationale Kooperation“ sowie „Forschung und Wissenschaft“. Der KOK ist Mitglied der AG Schutz vor Ausbeutung und internationale Kooperation.
Der Rat sollte konkret bis zum Sommer 2021 erste Umsetzungsschritte erarbeiten, die dauerhaft zu Verbesserungen bei Prävention, Intervention und Hilfen sowie bei Forschung zu sexueller Gewalt und Ausbeutung gegen Kinder und Jugendliche führen sollen. Im Juni 2021 wurde dann, basierend auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, eine Gemeinsame Verständigung verabschiedet.

Dem Nationalen Rat gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Fachpraxis an, sowie Mitglieder des Betroffenenrates beim UBSKM. Es ist geplant, die Arbeit des Nationalen Rates auch über 2021 hinaus fortzuführen.


Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ des BMFSFJ und UNICEF

Im Rahmen des von der Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, vorgestellten Konzepts zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften wurde u.a. im Frühjahr 2016 die gemeinsame Initiative zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften von UNICEF, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und 13 Partner*innen, darunter auch der KOK, ins Leben gerufen.

Ziel der Initiative ist es bundesweit einheitliche Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften zu entwickeln und etablieren. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt, weshalb 2018 und 2021 jeweils eine aktualisierte Version veröffentlicht wurde. Die Mindeststandards sind ein wichtiger Baustein, um Gewaltschutz besonders vulnerabler Gruppen zu gewährleisten und diese zu schützen. Da die Mindeststandards bisher nicht bundesweit umgesetzt und eher als Expertise beim Erarbeiten von Konzepten hinzugezogen werden, ist eine Aufgabe der Bundesinitiative, die Wichtigkeit auf Bundes- Landes und kommunaler Ebene aufzuzeigen und auf eine bundesweite Etablierung hinzuwirken.

2018 lief das erste gemeinsame Förderprogramm, welches 100 Vollzeitstellen für Gewaltschutzkoordinierung in Unterkünften für Geflüchtete förderte, aus. Unmittelbar im Anschluss hat das BMFSFJ gemeinsam mit den Bundesverbänden der Freien Wohlfahrtspflege das Projekt Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG) gegründet. Hier wurden bundesweit an sieben Standorten erfahrene Gewaltschutzmultiplikator*innen eingesetzt, welche Betreiber- und Trägerorganisationen von Unterkünften für Geflüchtete und Landes- und kommunalen Behörden bei Fragen zum Gewaltschutz sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von einrichtungsspezifischen Schutzkonzepten unterstützen.

Die Bundesinitiative sah den Bedarf, besonders schutzbedürftige Geflüchtete in Erstaufnahmeeinrichtungen zu erkennen und fördert nun das Projekt BeSAFE.


BeSAFE - Besondere Schutzbedarfe bei der Aufnahme von Geflüchteten erkennen

Im Rahmen des BeSAFE Projektes entwickelt die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) gemeinsam mit der Rosa Strippe e.V. erstmals ein zielgruppenübergreifendes Konzept zur Erkennung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter in Erstaufnahmeeinrichtungen.

Teil des Projekts ist die AG Identifizierung besonderer Schutzbedarfe, hier ist neben drei anderen Projektträgern auch der KOK beteiligt. Im Rahmen der AG entsteht eine Erstversion des Konzepts, welches dann in Aufnahmeeinrichtungen und Beratungsstellen eine Pilotierung und begleitende Evaluation durchläuft. Im Anschluss soll das Konzept den entsprechenden Einrichtungen bundesweit zur Verfügung stehen.


Forum Menschenrechte

Um auf die Wahrung von Menschenrechten für den Bereich des Menschenhandels hinzuwirken und die vielfältigen nationalen und internationalen Erfahrungen gebündelt in das Forum einbringen zu können, arbeitet der KOK e.V. kontinuierlich im Forum Menschenrechte mit. 

Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk von mehr als 48 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtschutz einsetzen - weltweit und in der Bundesrepublik Deutschland. Innerhalb des Forums sind verschiedene Arbeitsgruppen dafür verantwortlich, gemeinsame Stellungnahmen und Materialien zu erarbeiten, Aktionen, öffentliche Veranstaltungen und Expert*innengespräche vorzubereiten. Das Forum Menschenrechte arbeitet eng mit NGOs auf europäischer und internationaler Ebene zusammen. 

Der KOK ist aktiv in zwei Arbeitsgruppen des Forums Menschenrechte tätig: 

Die AG Innenpolitik arbeitet u.a. zielgerichtet daran, zweimal jährlich ein Treffen mit dem Innenausschuss des Bundestages zu organisieren. 

Der KOK problematisiert in der AG vor allem die Auswirkungen des Aufenthaltsgesetzes auf Betroffene von Menschenhandel aber auch andere relevante Themen.

Die AG Rechte von Frauen und LSBTI* hat die Arbeitsschwerpunkte 

  • Bewusstseinsbildung für die Bedeutung von Frauenrechten und Rechten von LSBTI*,
  • Implementierung von frauenrechtlichen Standards, die im Bereich des soft law zu finden sind (z.B. Erklärung über die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen der UN-Generalversammlung),
  • Beteiligung an der Erstellung von Parallelberichten zur Umsetzung von CEDAW in Deutschland,
  • Stärkung der Rechte intersexueller Personen,

Der KOK bringt in die AG seine Arbeitsschwerpunkte ein.

Homepage Forum Menschenrechte: http://www.forum-menschenrechte.de/

 

Kontakte und Links

NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN (NGO)

Aktionsbündnis gegen Frauenhandel

Das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel ist ein informeller Zusammenschluss von 20  größtenteils kirchlichen PraxisvertreterInnen und Organisationen aus dem bayrischen Raum. Das Bündnis arbeitet mit Rückbindung an die jeweils eigene praktische Tätigkeit für eine Sensibilisierung der kirchlichen und nichtkirchlichen Öffentlichkeit zum Thema Frauenhandel. Dies soll vor allem durch jährliche Fachtagungen sowie allgemeine Informations- und Lobbyarbeit erreicht werden.
www.gegen-frauenhandel.de

 

Arbeitskreis AKtiv

Der Arbeitskreis aus Baden -Württemberg hat eine Homepage für (potentielle) Betroffene von Menschenhandel entwickelt, die Informationen für Betroffene und über die Arbeit der Fachberatungsstellen im Südwesten in 18 verschiedenen Sprachen bietet.
www.aktiv-gegen-frauenhandel.de/

 

bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V.

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V. wurde im September 2004 gegründet. Zentrale Aufgabe des neuen Verbandes ist es, die Situation gewaltbetroffener Frauen in Deutschland weiter zu verbessern. Dies wird erreicht durch Vernetzung, Fortbildungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, 
Gremientätigkeit sowie Qualitätssicherung und –entwicklung. Der Verband bezieht Stellung zu aktuellen Entwicklungen das Thema Gewalt gegen Frauen betreffend und vertritt die Interessen seiner Mitgliedseinrichtungen, der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe.
www.bv-bff.de oder www.frauen-gegen-gewalt.de

 

Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF)

Seit 1998 setzt sich der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende ein. Der BumF bietet Hilfestellungen für junge Geflüchtete ebenso wie für Fachkräfte und ehrenamtlich Aktive. Der BumF ist in Deutschland das zentrale Netzwerk von Akteuren, die mit unbegleiteten Minderjährigen arbeiten. Mehr als 400 Träger von Jugendhilfeeinrichtungen und Einzelpersonen, die mit unbegleiteten Minderjährigen arbeiten, sind als Organisations- oder Einzelmitglieder im BumF organisiert. Ziel des BumF ist es, dass junge Flüchtlinge ohne Angst, Ausgrenzung und Diskriminierung aufwachsen können und die gleichen Rechte wie alle anderen jungen Menschen erhalten.
https://b-umf.de/

 

Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF)

Seit 1996 ist die BAfF der Dachverband der Psychosozialen Zentren, Einrichtungen und Initiativen, die sich die psychosoziale und therapeutische Versorgung von Geflüchteten in Deutschland zur Aufgabe gemacht haben. Derzeit sind in der BAfF 44 psychosoziale Behandlungszentren, Initiativen und Einrichtungen für die medizinische, psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung und Rehabilitation von Opfern von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen vernetzt. Die BAfF arbeitet auf verschiedenen Ebenen an einer Stärkung der Versorgungssituation von traumatisierten Geflüchteten. Durch verschiedene Projekte, im Austausch mit Mitgliedszentren und internationalen Partnerorganisationen fördert die BAfF den fachlichen Austausch von Erfahrung und Wissen unter den Zentren, vertritt gemeinsame Anliegen im Sinne einer Verbesserung der Lebenssituation der Überlebenden politisch motivierter Gewalt und entwickelt Qualitätsstandards für eine angemessene Behandlung traumatisierter Geflüchtete. Darüber hinaus fördert sie die Wahrnehmung der Folgen von organisierter Gewalt und des Lebens im Exil in der Öffentlichkeit und den entsprechenden Fachkreisen.
https://www.baff-zentren.org/

 

Dachverband für Migrantinnenorganisationen (DaMigra)

DaMigra ist im September 2014 in der Konferenz „Migrantinnenorganisationen – ein Raum für Empowerment“ gegründet worden. Der Dachverband agiert als bundesweiter, herkunftsunabhängiger und frauenspezifischer Dachverband von Selbstorganisationen der Migrantinnen und setzt sich für die Menschenrechte von Migrantinnen ein.
Bei unseren Aktivitäten berufen wir uns auf  internationale und europäische Menschenrechtskonventionen. Das Ziel ist eine gleichberechtigte Teilhabe am  gesellschaftlichen, politischen  sowie ökonomischen Leben von Migrantinnen in Deutschland.
www.damigra.de

 

Deutsche AIDS Hilfe - Onlineberatung

Die Aidshilfen in Deutschland bieten Beratung telefonisch, online und in persönlichen Gesprächen an. Die Beraterinnen und Berater von aidshilfe-beratung.de bieten schwerpunktmäßig Informationen und Beratung zu HIV und Aids. Auch Fragen zu Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten werden schnell und vertraulich beantwortet.Das Projekt der Onlineberatung wird gefördert vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV).
www.aidshilfe-beratung.de

 

Deutscher Frauenrat (DFR)

Der DEUTSCHE FRAUENRAT ist eine Bundesvereinigung von über 50 Frauenorganisationen mit rd. 11 Mio. Einzelmitgliedern. Als freiwilliger Zusammenschluss bundesweiter Frauengruppierungen vertritt er die Interessen der Frauen auf bundespolitischer, europäischer und internationaler Ebene. Seine Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Zusammenschlüssen - von konfessionellen und berufsorientierten Verbänden über Frauengruppen der politischen Parteien, den Gewerkschaften bis hin zu überkonfessionell und überparteilich arbeitenden Organisationen.

Frauenrechte sind Menschenrechte: Ein wesentliches Anliegen des DEUTSCHEN FRAUENRATES ist die Durchsetzung der Menschenrechte von Frauen: Vom Recht auf selbstbestimmte Wahl der Lebensform, bis zum Recht auf Gewaltfreiheit - die Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen sind unzählbar. Der Frauenrat tritt nicht nur für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation von Frauen in ihren Heimatländern ein, sondern macht sich auch stark für die Anerkennung von frauenspezifischen Verfolgungs- und Asylgründen in Deutschland. Denn, gleich ob Frauen die genitale Verstümmelung oder die Steinigung durch ihre Verwandtschaft droht - das deutsche Asylrecht ermöglicht höchstens eine vorübergehende Duldung dieser Frauen, keine asylrechtliche Anerkennung.
www.frauenrat.de

 

Deutsches Institut für Menschenrechte (DIMR)

Das Deutsche Institut für Menschenrechte e.V. wurde 2001 auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gegründet. Es ist eine unabhängige Einrichtung, die zur innerstaatlichen und internationalen Förderung und dem Schutz der Menschenrechte beitragen soll. Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung, Beratung von Politik und Zivilgesellschaft, menschenrechtsbezogene Bildungsarbeit sowie internationale und nationale Zusammenarbeit mit ähnlichen Institutionen stehen im Zentrum der Aufgaben des Instituts. 

Seine Aufgaben sind insbesondere: 

  • Information und Dokumentation, Forschung zur Qualifizierung der Menschenrechtsarbeit 
  • Beratung von Politik und Gesellschaft 
  • menschenrechtsbezogene Bildungsarbeit, wie z. B. das Erarbeiten von Lehrprogrammen für Berufsgruppen, Behörden und Schulen oder die Weiterbildung von Fachkräften der zivilen Konfliktbearbeitung, Polizei und Militär 
  • internationale Zusammenarbeit mit anderen nationalen Menschenrechtsinstitutionen und Menschenrechtseinrichtungen der Europäischen Union, des Europarats, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der Vereinten Nationen 
  • Förderung von Dialog und Zusammenarbeit über Menschenrechtsfragen in Deutschland

Aktuell arbeitet der KOK verstärkt mit dem Projekt "Zwangsarbeit heute - Betroffene von Menschenhandel stärken" zusammen. Das Pojekt hat die Durchsetzung der Rechte von Betroffenen von Menschenhandel auf Entschädigung und entgangenen Lohn zum Ziel.
www.institut-fuer-menschenrechte.de

 

ECPAT e.V. -  Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder gegen sexuelle Ausbeutung

ECPAT Deutschland e. V. ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 29 Institutionen und Gruppen, die gegen alle Formen der kommerziellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern arbeiten.
ECPAT setzt sich dafür ein, dass die UN-Konvention über die Rechte der Kinder eingehalten wird, Ursachen von Missachtung aufgezeigt und Verstöße mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt werden.

ECPAT Deutschland engagiert sich in verschiedenen Arbeitsbereichen (Politik, Justiz, Wirtschaft und Bildung) und führt in Zusammenarbeit mit staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen Kampagnen und Projekte zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, zur Entwicklung von Präventivmaßnahmen und zur Schaffung von rechtlichen Grundlagen zum Schutz der Kinder durch.

Der KOK kooperiert vor allem im Bereich Menschenhandel mit Minderjährigen mit ECPAT Deutschland.
www.ecpat.de

 

Projekt "Faire Mobilität"/DGB

Das Projekt Faire Mobilität hilft gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen für ArbeitnehmerInnen aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchzusetzen. In Erstberatungsstellen werden mobile Beschäftigte in ihren Landessprachen arbeitsrechtlich und sozialrechtlich informiert. Die Beratungsstellen kooperieren mit vergleichbaren Einrichtungen lokaler Träger und sind Teil eines bundesweit agierenden Netzwerks. Die politische Verantwortung für das Projekt liegt beim DGB-Bundesvorstand.
www.faire-mobilitaet.de

 

Forum Menschenrechte

Der KOK ist Mitglied im Forum Menschenrechte.
Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk von mehr als 48 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtschutz einsetzen - weltweit und in der Bundesrepublik Deutschland. Innerhalb des Forums sind verschiedene Arbeitsgruppen dafür verantwortlich, gemeinsame Stellungnahmen und Materialien zu erarbeiten, Aktionen, öffentliche Veranstaltungen und Expertengespräche vorzubereiten. Das Forum Menschenrechte arbeitet eng mit NGOs auf europäischer und internationaler Ebene zusammen.
Der KOK ist aktiv in zwei Arbeitsgruppen des Forums Menschenrechte tätig und zwar in der Arbeitsgruppe Innenpolitik und der Arbeitsgruppe Frauenrechte.
www.forum-menschenrechte.de

 

Frauenhauskoordinierung e.V.

Der Verein Frauenhauskoordinierung e.V. setzt sich ein für den Abbau männlicher Gewalt gegen Frauen und für die Verbesserung der Hilfen für misshandelte Frauen und ihre Kinder. Die Geschäftsstelle der Frauenhauskoordinierung fördert die Vernetzung der Frauenhäuser in Deutschland und stellt Informationen und Materialien zur Frauenhausarbeit, zum Thema Gewalt gegen Frauen und zur Anti-Gewalt-Arbeit zusammen. 
www.frauenhauskoordinierung.de 

 

Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser – ZIF

Die 1980 gegründete zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser verfolgt das Ziel, den politischen und konzeptionellen Austausch der autonomen Frauenhäuser in Deutschland nach basisdemokratischen Prinzipien zu fördern und zu koordinieren sowie bundesweit und international Einfluss auf Meinungsbildung und Gesetzgebung zu nehmen. Sie vernetzt 135 autonome Frauenhäuser in Deutschland und ist weder parteilich noch konfessionell gebunden sowie staatlich unabhängig. Schwerpunkte der Arbeit der ZIF liegen in der Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination bundesweiter Arbeitsgruppen, Organisation von Tagungen und Kampagnen zum Thema Gewalt gegen Frauen sowie in der Interessenvertretung der autonomen Frauenhäuser.

Die ZIF wird durch ihre Mitgliedsorganisationen für mindestens drei Jahre gewählt. Zurzeit hat die ZIF ihren Geschäftssitz in Bonn.
www.autonome-frauenhaeuser-zif.de

 

 

MINISTERIEN

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Das BMFSFJ fördert die Arbeit des KOK seit 1999. Der KOK ist Mitglied in der vom BMFSFJ angesiedelten Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel

Das Frauenministerium / Bereich Gleichstellung

  • erarbeitet federführend Bundesgesetze zur Durchsetzung der Gleichstellung und nimmt Einfluss auf die Gesetzesvorhaben anderer Bundesministerien, soweit sie Frauen- bzw. Gleichstellungsfragen berühren 
  • entwickelt Programme und Initiativen zur Gleichstellung von Frauen in Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt sowie zum Abbau von Gewalt gegen Frauen 
  • führt Forschungs- und Modellvorhaben durch und veröffentlicht sie 
  • fördert und unterstützt die Frauenorganisationen sowie bundesweite Vernetzungen im Gleichstellungsbereich 
  • leitet die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Bekämpfung häuslicher Gewalt gegen Frauen sowie die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel

www.bmfsfj.de


Bundesministerium des Inneren

Der KOK steht durch die Mitarbeit in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel sowie im Forum Menschenrechte in regelmäßigem Kontakt zu verschiedenen Abteilungen des BMI und weiteren Ministerien. Das BMI sieht der KOK vor allem als Ansprechpartner für 

  • Problemstellungen für Betroffene des Menschenhandels im Bereich des Aufenthaltsgesetzes: Abteilung Migration, Integration, Flüchtlinge, Europäische Harmonisierung 
  • Kooperation zwischen Strafverfolgungsbehörden im Bereich Menschenhandel und spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene des Frauenhandels: Abteilung Polizeiangelegenheiten, Innere Sicherheit 

www.bmi.bund.de

 

Weitere Bundesministerien

  • für den Themenbereich Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung sowie Arbeitsausbeutung, Arbeitsmarktzugang für Migrantinnen sowie Opferzeuginnen im Bereich Menschenhandel: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • für den Themenbereich Gesundheit von Migrantinnen und von Menschenhandel betroffenen Personen, Opferentschädigung, Sozialrecht: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • für den Themenbereich Gesetzesänderungen zur Bekämfung des Menschenhandels: Bundesministerium der Justiz (BMJ)

 

BEHÖRDEN

Auswärtiges Amt

Das Auswärtige Amt ist mit seinem Hauptsitz in Berlin, einer Dienststelle in Bonn und 230 Vertretungen im Ausland zuständig für  deutsche Außen- und Europapolitik. Außenpolitische Analysen und Konzeptionen sowie konkrete Handlungsanweisungen für die deutschen Auslandsvertretungen bilden das Fundament der Arbeit des Auswärtigen Amtes. Schwerpunktmäßig arbeitet das Auswärtige Amt vor allem zu den Themen Europapolitik, Gestaltung der Globalisierung, Menschenrechte, Sicherheit, humanitäre Hilfe und Kulturpolitik.
www.auswaertiges-amt.de

 

Bundeskriminalamt (BKA)

Das BKA hat die Aufgabe, als zentrale Kriminalpolizei in Deutschland die Verbrechensbekämpfung auf nationaler und internationaler Ebene zu koordinieren. In Zuständigkeit für die Bekämpfung des Menschenhandels arbeitet das BKA ebenfalls in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel mit. Jährlich wird vom BKA ein Lagebericht zu Menschenhandel in Deutschland erstellt. Der KOK e.V. und das BKA arbeiten über die Bund-Länder-Arbeitsgruppe hinaus in relevanten Fragen zum Thema Menschenhandel, einem verbesserten Opferschutz und der angezeigten interdisziplinären Kooperation zusammen.
www.bka.de

 

Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Das Bundesweite Hilfetelefon, angesiedelt an das  Bundesamt für Familie und Zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) in Köln, bietet seit März 2013 von Gewalt betroffenen Frauen sichere, anonyme, kompetente und kostenlose Beratung. Das Hilfetelefon berät zu allen Formen der Gewalt  mehrsprachig, barrierefrei und  rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Die Klientinnen werden bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, wie beispielsweise Fachberatungsstellen oder Frauenhäuser weitervermittelt. Zudem können sich Fachkräfte, die im Rahmen ihres beruflichen oder ehrenamtlichen Einsatzes mit Gewalt gegen Frauen konfrontiert werden an das Hilfetelefon wenden.

Hilfetelefon
Kostenlose Rufnummer: 08000-116 016
www.hilfetelefon.de 

 

WISSENSCHAFT

Onlinemagazin "menschenhandel heute"

Das Onlinemagazin „menschenhandel heute“ wurde 2011 von Studierenden der Humboldt Universität zu Berlin im Rahmen eines Projekttutoriums gegründet und wird seitdem ehrenamtlich von den Studierenden geführt. Das Onlinemagazin setzt sich unter anderem kritisch mit den Themen Menschenhandel, Sexarbeit, Migration, Arbeitsrechte, Frauenrechte, Gender, Rassismus etc. auseinander und greift desweiteren aktuelle Diskurse und politische Entwicklungen zum Thema Menschenhandel auf.
www.menschenhandelheute.net

 

Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut Freiburg -  SoFFI F.

Das Sozialwissenschaftliche FrauenForschungsInstitut (SoFFI F.) ist eine Abteilung des Forschungs- und Innovationsverbunds an der Hochschule Freiburg für anwendungsbezogene und empirische Sozialforschung (FIVE e.V). Das 1996 gegründete SoFFI F. mit Hauptsitz in Freiburg und einer Außenstelle in Berlin,  steht für den eigenständigen Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung. Die Forschung untersucht die Lebenssituation von Frauen und Männern und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern mit dem Schwerpunkt auf Familie, benachteiligte Jugend und Gewalt. Ziel ist es, einen Beitrag zur mehr Geschlechtergerechtigkeit über die Verbreitung und Verbesserung von geschlechtersensiblen Konzepten in der sozialen Arbeit zu leisten.

http://www.soffi-f.de

 

SPI Forschung gGmbH

Die SPI Forschung gGmbH (ehemals Forschungsbereich der Stiftung Sozialpädagogisches Institut) ist ein Wissenschaftliches Forschungs- und Bildungsinstitut im Bereich der sozialwissenschaftlichen quantitativen und qualitativen Gesundheits- und Präventionsforschung mit Standorten in Berlin, Magdeburg und Stendal.

Das Institut verfolgt eine praxis- und umsetzungsorientierte Forschung in enger Kooperation mit Fachkräften der psychosozialen und medizinischen Versorgung sowie politischen Entscheidungs­trägern. Darüber hinaus engagiert sich das Institut wissenschaftlich und praktisch für gesellschaft­liche Teilgruppen, die in der Forschung, Prävention und Versorgung als schwer zugänglich  gelten und schlechtere Chancen haben, ihre Bedürfnisse zu artikulieren, wie z.B. weibliche und männliche Prostituierte und deren Kunden.
www.spi-research.eu

Vernetzung international

Durch den unermüdlichen politischen Einsatz von Frauen-NGOs ist es gelungen, dass die Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen an Frauen zunehmend von den Regierungen der Herkunfts-, Transit- und Zielländer übernommen wurde und Maßnahmen zur Verhinderung eingeleitet wurden. Ebenso wird das Fachwissen der Nichtregierungsorganisationen zunehmend anerkannt, so dass ein größerer Aktionsradius in der Beteiligung von NGOs in Gesetzgebungsverfahren und Entscheidungsprozessen erreicht wird.
Daher ist der KOK e.V. aktiv in verschiedenen internationalen NGO-Netzwerken und Plattformen.

 

NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN (NGO)

Anti-Slavery International

Die 1839 gegründete Organisation Anti-Slavery International ist die weltweit älteste Menschenrechtsorganisation. Mit ihrem Hauptsitz in London arbeitet sie in Vernetzung mit internationalen Mitglieds- und Partnerorganisationen zur Bekämpfung der modernen Sklaverei. Die Arbeit von Anti-Slavery International umfasst ein breites Spektrum von empirischer Forschung zur Identifizierung geeigneter Maßnahmen zur Bekämpfung von moderner Sklaverei, Öffentlichkeits- Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in Kooperation mit lokalen Organisationen in den verschiedenen Ländern sowie politischer Lobbyarbeit auf  lokaler, regionaler und internationaler Ebene.
www.antislavery.org

 

La Strada International

La Strada international ist ein weltweit anerkanntes Netzwerk mit 26 Mitgliedsorganisationen und vier assoziierten Mitgliedern in 23 europäischen Ländern. Ihre Ziele sind einerseits gegenseitiger Informations- und Erfahrungsaustausch, andererseits die Entwicklung wichtiger präventiver Kampagnen sowie Angebote zur Unterstützung von Rückkehrerinnen in den Zielländern, die von den Mitgliedsorganisationen umgesetzt werden.
www.lastradainternational.org

 

LEFÖ - Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels

LEFÖ ist eine österreichische NGO für die Rechte von Migrantinnen. Die Organisation wurde 1985 von exilierten Frauen aus Lateinamerika gegründet und setzt sich seit dem für die Beratung, Bildung und Begleitung von Migrantinnen in Österreich ein. Sie bietet Unterstützung in rechtlichen, psychosozialen und gesundheitlichen Belangen, unterstützt die reale Integration von marginalisierten Frauen und engagiert sich darüber hinaus für Chancengleichheit und Partizipationsmöglichkeiten. Außerdem betreibt LEFÖ Lobby- und Sensibilisierungsarbeit für eine politische und gesellschaftliche Entstigmatisierung von Migrantinnen.
www.lefoe.at

 

Global Alliance against Traffic in Women

Die Global Alliance against Traffic in Women (GAATW) ist eine Allianz von mehr als 100 Nichtregierungsorganisationen aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika. Das GAATW Sekretariat hat seinen Sitz in Bangkok. GAATW betrachtet Menschenhandel als ein Phänomen, das in einen weiteren Kontext von Arbeitsmigration eingebettet ist. GAATW setzt sich daher für die Menschenrechte aller Migrant*innen und ihrer Familien ein, v.a. vor dem Hintergrund eines globalisierten Arbeitsmarktes. Sicherheitsstandards für Arbeitsmigrant*innen im formellen und informellen Sektoren müssen gewährleistet werden. Der KOK ist Mitglied bei GAATW.
www.gaatw.org

 

Platform for International Cooperation on Undocumented Migrants - PICUM

PICUM ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Rechte von Migrant*innen ohne legalen Status (Undocumented Migrants) einsetzen. Derzeit hat das Netzwerk über 150 Mitgliedsorganisationen aus mehr als 30, überwiegend europäischen, Ländern. Der KOK ist in einer der thematischen Arbeitsgruppen des Netzwerks vertreten.
www.picum.org

 

„Animus Association“ Foundation

Die „Animus Association“ Foundation (AAF), welche seit 1998 die bulgarische Partnerorganisation von La Strada International ist, arbeitet mit gewaltbetroffenen Frauen, Jugendlichen und Kindern. AAF bietet direkte Hilfe und Beratung für Betroffene von häuslicher und sexueller Gewalt sowie für Betroffene von Menschenhandel. Ihr Angebot reicht dabei von Beratung, psychologischer Betreuung bis hin zur rechtlicher Unterstützung. Unter anderem betreibt die AAF ein Transit Center für Betroffene von Menschenhandel, das 24/7 zur Verfügung steht.
www.animusassociation.org

 

EUROPÄISCHE UNION

EU Civil Society Platform against trafficking in human beings

Die EU Civil Society Platform wurde im Mai 2013 von der EU Kommission gegründet und verfolgt das Ziel den Austausch und die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen und EU-Institutionen bei der Bekämpfung des Menschenhandels auf EU-Ebene zu fördern. Darüber hinaus soll das auf der Plattform gesammelte ExpertInnenwissen für die Entwicklung neuer EU-Strategien und Maßnahmen gegen Menschenhandel genutzt werden. Über 100 europäische Nichtregierungsorganisationen, darunter auch der KOK e.V., nehmen an der Plattform teil.
www.ec.europa.eu/anti-trafficking

 

Plattform für Grundrechte (FRP) der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA)

Die Plattform für Grundrechte der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) besteht seit 2008. Dieses  Netzwerk besteht aus über 300 Organisationen der Zivilgesellschaft, die in verschieden Bereichen der Grundrechte tätig sind. Die Plattform soll einen Informationsaustausch und Dialog zwischen der FRA und der Zivilgesellschaft sowie unter den zivilgesellschaftlichen Organisationen ermöglichen. Der KOK wurde 2013 in die Plattform aufgenommen. Die Plattform trifft sich einmal jährlich, auch der KOK e.V. nimmt daran teil.                                           
http://fra.europa.eu/en/cooperation/civil-society