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Projekt-Detail

SOLWODI e.V. - Co-creating a counselling method for refugee women GBV victims (CCM-GBV)

Gemeinsam mit NGOs aus Italien, Griechenland, Zypern, Finnland, Belgien und Kroatien wird SOLWODI eine Beratungsmethode für Flüchtlingsfrauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sind, erstellen. Das Projektziel ist es, geflüchtete Frauen zu informieren, zu unterstützen und zu motivieren, Fälle geschlechtsspezifischer Gewalt zu melden, indem ein besonderer Unterstützungsdienst im Sinne der EU-Opferschutzrichtlinie 2012/29/EU geschaffen wird.

Im Rahmen des zweijährigen Projekts (November 2017 - Oktober 2019) werden folgende Projektmaßnahmen durchgeführt:

1. psychosoziale Beratung in Flüchtlingsunterkünften und in den Büros der jeweiligen Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), um (potentielle) Opfer zu informieren, zu beraten und zu motivieren, Fälle geschlechtsspezifischer Gewalt zu melden;

2. Kapazitätsbildung durch "Train the trainer" Schulungen und nationale Schulungen, um FachberaterInnen in den Projekt-NGOs im Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt zu schulen;

3. Datenerhebung und -monitoring, um den Umfang geschlechtsspezifischer Gewalterfahrungen an Flüchtlingsfrauen zu ermitteln. Auch die zusätzlich erworbene Expertise der beteiligten Fachberaterinnen wird evaluiert und gemessen;

4. Schaffung eines ExpertInnennetzwerkes, um sich über best practices, lessons learnt, etc. auszutauschen.

Am Ende des Projektes wird ein Handbuch erarbeitet, in dem Herausforderungen in der Beratungspraxis mit der Zielgruppe geschildet und entsprechende Empfehlungen für die Beratungspraxis gegeben werden. Zusätzlich wird ein Schulungshandbuch veröffentlicht. 

Das zweijährige Projekt wird in Ländern der Hauptflüchtlingsrouten durch folgende ProjektpartnerInnen umgesetzt: Italienischer Flüchtlingsrat (CIR) (Italien), Griechischer Flüchtlingsrat (GRC) (Griechenland), G.I.R.A.F.F.A. onlus (Giraffa) (Italien), Zyprischer Flüchtlingsrat (CY.R.C.) (Zypern), Suomen Setlementtiliitto (Setlement) (Finnland), Jesuit Refugee Service (JRS) (Kroatien). Das European Regional Institute in the United Nations Criminal Justice and Crime Prevention (HEUNI) (Finnland) unterstützt das Projekt durch Expertise in dem Monitoring und der Evaluierung des Projektes. Das European Network of Migrant Women (EMOWN) (Belgien) wird ein EU-Expertentreffen planen und die Projektergebnisse verbreiten.

Gefördert wird das Projekt durch die EU-Generaldirektion Justiz im EU-Programm "Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft".

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von SOLWODI.

Kontakt
Tel.:0228-97680411
E-Mail: wells(at)solwodi.de

 

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Der KOK wird gefördert vom

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

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