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Menschenhandel

Menschenhandel liegt vor, wenn eine Person gegen ihren Willen, also unter Einsatz von physischem oder psychischem Zwang und/ oder mittels Täuschung, von dritten Personen für ausbeuterische oder sklavereiähnliche Zwecke angeworben und gehandelt wird. Menschenhandel liegt auch vor, wenn sich eine Person freiwillig in eine Tätigkeit begeben hat, sie dann aber unter Anwendung von Zwang, Gewalt, Drohungen oder der Ausnutzung einer hilflosen Lage ausgebeutet und/oder daran gehindert wird, diese Tätigkeit wieder zu verlassen. Die Ausbeutung kann verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel sexuelle Ausbeutung, Arbeitsausbeutung oder auch die Entnahme von Organen. Personen, die von Menschenhandel betroffen sind, sind einer Summe von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Verletzt werden dabei unveräußerliche Rechte, wie das Recht auf Leben, Freiheit, Gleichheit, Würde und Sicherheit; Nicht-Diskriminierung, Gesundheit und alle Rechte, die den Arbeitsschutz betreffen. Besonders  für  Personen, die über keinen regulären Aufenthaltstitel im Aufenthaltsland verfügen, aber auch für Personen, deren aufenthaltsrechtlicher Status von einem konkreten Arbeitsverhältnis abhängig ist, erhöht sich die Verletzlichkeit von Ausbeutung betroffen zu werden.

Der KOK wird gefördert vom

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

Neuigkeiten

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Bündnis Istanbul-Konvention zu den Haushaltsberatungen:

Schluss mit dem Flickenteppich – Wir brauchen ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

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Die 2017 vom KOK veröffentlichte Studie „Unterbringung von Betroffenen des Menschenhandels in Deutschland geSICHERt?“ ist nun auch in englisch verfügbar. Die...

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