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Wucher

Auch: Lohnwucher unter Strafrecht
(§ 291 StGB)
Die Straftat des Wucherns bestraft Verhaltensweisen, die die Schwäche einer anderen Person ausnutzen (z. B. jemand, der sich in einem Dilemma befindet, unerfahren ist oder eine Willensschwäche hat), um diese Person kommerziell zu nutzen und sich einen unverhältnismäßig großen materiellen Vorteil im Vergleich zu dem, was im Gegenzug angeboten wird, zu verschaffen. Lohnwucher liegt vor, wenn unter diesen Umständen einem Mitarbeiter nur ein sehr niedriger Lohn für die von ihm geleistete Arbeit gezahlt wird. Von besonderer Relevanz für die Gerichte ist, ob es eine "auffällige Inkongruenz" zwischen der geleisteten Arbeit und der Vergütung gibt. Nach den Entscheidungen des obersten Arbeitsgerichtshofs in Deutschland wird Lohnwucher festgestellt, wenn der Arbeitnehmer weniger als 2/3 des Gewerkschaftslohns oder des üblichen (Standard-)Lohnes für seine Arbeit erhält.

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