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Europol veröffentlicht Bericht über die Bedrohung durch schwere und organisierte Kriminalität in der Europäischen Union

Alle vier Jahre veröffentlicht Europol eine weitreiche Analyse zur den derzeitigen Gegebenheiten von schwerer und Organisierter Kriminalität in Europa. In diesem Bericht ist auch Menschenhandel als Phänomen erfasst und die Entwicklung der verschiedenen Ausbeutungsformen der letzten Jahre nachgezeichnet.

Europol geht von einem signifikanten Dunkelfeld im Bereich Menschenhandel aus und berichtet von einem starken Anstieg im Bereich Arbeitsausbeutung. Der anhaltende Bedarf an Niedriglohnarbeiter*innen, die sowohl saisonal als auch ganzjährig eingesetzt und vielfach ausgebeutet werden, werde anhalten. Darüber hinaus sieht Europol den Menschenhandel als wachsendes Problemfeld, in dem das Internet eine zunehmende Rolle spielt. So ist die Nutzung von Internetseiten zur Anbietung sexueller Dienstleistungen durch kriminelle Netzwerke bereits ein elementarer Bestand von sexueller Ausbeutung.  Auch die Rekrutierung zum Zweck der Strafbaren Handlungen, Ausnutzung der Betteltätigkeit und Handel mit Kindern findet überwiegend online statt, wo vulnerable Personen insbesondere gefährdet sind.

Irreguläre Migrant*innen sind des Weiteren auch zunehmend von Menschenhandel betroffen. Vielfach werden die Betroffenen, irregulär über Grenzen geschleust und müssen dann horrende Kosten für die erbrachte Dienstleistung abarbeiten. In anderen Fällen haben es kriminelle Netzwerke auf Migranten abgesehen, die sich bereits irregulär in der EU aufhalten, und zwingen sie, unter hochgradig ausbeuterischen Bedingungen zu arbeiten.

 

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