Aktuelles im KOK

Neuer GRETA Bericht ist erschienen - ein Leitfaden zum Recht auf internationalen Schutz für Betroffene von Menschenhandel

Der neue Bericht der GRETA Expert*innengruppe in Bezug auf den Weltflüchtlingstag am 20.06. ist nun erschienen. Der Leitfaden zeigt Handlungsempfehlungen zur Vesserung von Schutz und Zugang zum Recht für Betroffene von Meschenhandel insbesondere im Dublin-Verfahren für die Mitgliedsstaaten auf.

Die Expert*innengruppe des Europarates für die Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) hat zum Weltflüchtlingstag einen Leitfaden zum Recht auf internationalen Schutz für Betroffene von Menschenhandel veröffentlicht.

Der Leitfaden soll dazu beitragen, die Umsetzung der Verpflichtung, Betroffenen des Menschenhandels internationalen Schutz zu gewähren, weiter zu stärken. Er analysiert die Anwendung der Prinzipien des internationalen Schutzes im Kontext des Menschenhandels und baut dabei auf früheren UNHCR-Richtlinien auf. Der Leitfaden soll ferner den zuständigen Behörden, Institutionen und Organisationen, die mit schutzsuchenden von Menschenhandel Betroffenen und gefährdeten Personen zu tun haben als Orientierungshilfe dienen, mit dem Ziel, dass Betroffene nicht gezwungen werden sollten, in ihr Herkunftsland zurückzukehren, wenn eine solche Rückkehr ihr Leben oder ihre Freiheit bedrohen und ihre Rechte gefährden würde.

Für Betroffene, die unter die Dublin-Verordnung fallen wird betont, dass die Durchführung von Risikobewertungen unerlässlich ist. Sie sind notwendig um zu verhindern, dass Betroffene von Menschenhandel in das Land zurückgeschickt werden, in dem sie zuerst Asyl beantragt haben, in dem sie aber Gefahr laufen, erneut Opfer von Menschenhandel zu werden.

Ebenso hervorgehoben wird der Grundsatz, dass Menschenhandelsopfer nicht für Straftaten sanktioniert werden dürfen, zu denen sie gezwungen wurden. Die rechtliche Grundlage für die Unterstützung der Opfer wird erläutert, wobei die Länder zu besonderer Wachsamkeit gegenüber den Bedürfnissen minderjähriger Menschenhandelsopfer aufgefordert werden.

 

« Zurück zur vorherigen Seite

Der KOK wird gefördert vom

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de