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Aktuelles im KOK

Pressemitteilung: Internationaler Tag gegen Menschenhandel am 30.07.2020

KOK e.V. veröffentlicht Wissenskompedium zu Menschenhandel in Deutschland

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Menschenhandel und des 20. Jahrestages des völker-rechtlichen Rahmenwerks der Vereinten Nationen gegen Menschenhandel fordert der KOK mehr Aufmerksamkeit für die Betroffenen und ihre Rechte.

Berlin, zum 30.07.2020, dem Internationalen Tag gegen Menschenhandel, veröffentlicht der KOK e.V. sein neues Grundlagenwerk Menschenhandel in Deutschland – Rechte und Schutz für Betroffene. Genau 20 Jahre nachdem sich die Vereinten Nationen auf das Zusatzprotokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels geeinigt haben, bleiben die Herausforderungen enorm.


Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die weltweit und auch in Deutschland auftritt und viele Facetten hat – von sexueller Ausbeutung bis hin zu Arbeitsausbeutung, Ausbeutung bei der Bettelei oder bei der Begehung strafbarer Handlungen. „Problematisch ist, dass Betroffene häufig gar nicht erst als solche erkannt und in der Folge nicht geschützt werden oder vom Hilfsangebot Gebrauch machen können.“ sagt Barbara Eritt, KOK Vorstandsmitglied und Leiterin der IN VIA Fachberatungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. „Mit diesem Buch leisten wir einen umfassenden Beitrag zum Verständnis von Menschenhandel und sensibilisieren für ein oftmals nicht gesehenes Phänomen.“ so Eritt.


In 30 Artikeln beleuchten Expert*innen und Praktiker*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen das Phänomen Menschenhandel in Deutschland. Die Fallbeispiele und praktischen Erfahrungswerte zeigen deutlich, dass es nicht allein darum gehen kann, Täter*innen für ihr kriminelles und menschen-verachtendes Handeln zur Verantwortung zu ziehen. Vielmehr soll Betroffenen zu ihrem Recht verholfen werden, sich gegen das widerfahrene Unrecht zu wehren und Hilfe in Anspruch nehmen zu können. „Das Buch zeigt klar, die Arbeit der im KOK zusammengeschlossenen Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel und weiterer Organisationen ist unverzichtbar, um die menschenrechtlichen Dimensionen praktisch und politisch umzusetzen. Gemeinsam mit Politik und Strafverfolgungsbehörden müssen die anhaltenden Defizite in Deutschland überwunden werden“ sagt Sophia Wirsching, Geschäftsführerin des KOK e.V.

 

V.i.S.d.P. und Rückfragen an:
KOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.
Lützowstr. 102-104, 10785 Berlin
Tel.: 030 / 26 39 11 76
E-Mail: info@kok-buero.de
Website: www.kok-gegen-menschenhandel.de

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Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

„Menschenhandel in Deutschland – eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Praxis“

Link zum gleichnamigen Buch

„Menschenhandeln"
Ein Animationsfilm über die Arbeit des KOK, dieser Film ist Bestandteil der Ausstellung des KOK.