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UNODC Studie: Globale Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf Menschenhandel

UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) hat eine Studie zu den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf den Menschenhandel veröffentlicht.

The effects of the COVID-19 pandemic on trafficking in persons and responses tot he challenges

Der Bericht untersucht insbesondere die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf (1) das Ausmaß und die Merkmale des Menschenhandels, (2) die Betroffenen des Menschenhandels und (3) die direkt involvierten Organisationen (Strafverfolgungsbehörden, Staatsanwaltschaft, Justiz und die von Nichtregierungsorganisationen (NRO) bereitgestellten Schutz- und Wiedereingliederungsdienste).  Zudem wurden die verschiedenen Initiativen untersucht, die als Reaktion auf die durch COVID-19 entstandenen Herausforderungen entwickelt wurden, und zeigt vielversprechende Praktiken auf.

Bei der Befragung von 121 Fachberatungsstellen in 49 Ländern stellten 37 Prozent der Befragten fest, dass Menschenhändler*innen von der persönlichen Anwerbung zur Online-Rekrutierung übergegangen sind. 31 Prozent der Befragten beschrieben die Verlagerung der sexualisierten Ausbeutung von bekannten Treffpunkten in private Wohnungen. Fachberatungsstellen berichteten auch über Defizite bei der Finanzierung im Bereich der Bekämpfung des Menschenhandels. Auch werden in diesem Bericht erfolgreiche Präventionsmaßnahmen aus unterschiedlichen Ländern beschrieben, wie beispielsweise das Buddyprogramm einer NGO in Nigeria, bei dem ehemalige Betroffene von Menschenhandel mit potenziell Betroffenen zusammengebracht werden.

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