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Policy Paper und Working Paper von Justice at Last erschienen

Im Rahmen des Projektes Justice at Last, an dem auch der KOK beteiligt ist, wurde nun ein Policy Paper herausgegeben. Das Projekt wurde gestartet, um den Zugang zu Entschädigung für Betroffene von Menschenhandel und angrenzende Straftaten zu verbessern. Koordiniert wird das Projekt durch La Strada International. Weitere Projektpartner sind Animus Association (Bulgarien), La Strada (Tschechische Republik), SICAR cat and Esperanza (Spanien), LEFÖ (Österreich), Fair Work (Niederlande), MRCI (Irland), Adpare (Rumänien), Open Gate/La Strada (Mazedonien) und ASTRA (Serbien). In dem Policy Paper werden die Ergebnisse zur Entschädigung von Betroffenen von Menschenhandel in den verschiedenen europäischen Ländern vorgestellt. Demnach haben nur zwei von drei Betroffenen, die Entschädigung eingeklagt haben, diese auch zugesprochen bekommen. Nur ein Viertel derjenigen, denen Entschädigung zugesprochen wurde, hat diese jedoch auch wirklich erhalten. Ein Grund dafür ist, dass Täter*innen sich der Zahlung oft entziehen oder mittellos sind. Die Projektpartner kritisieren, dass Betroffene nicht ausreichend über ihre Rechte hinsichtlich Entschädigung informiert würden. Zudem fehle eine ausreichende Sensibilisierung von Polizei und Justiz und angemessene rechtliche Unterstützung. Weitere Hindernisse stellten Misstrauen in das Rechtssystem durch Betroffene und im Fall irregulärer Migration das Risiko aufenthaltsrechtlicher Konsequenzen dar. Der Bericht legt eine Liste mit Empfehlungen vor, in der das Projekt unter anderem eine stärkere grenzübergreifende Kooperation fordert.

Darüber hinaus hat Justice at Last ein Working Paper zu dem Thema „Victims‘ Needs Assessment“ herausgegeben, das den dritten Teil der dreiteiligen Studie des Projektes zur Opferentschädigung darstellt. Auf die Working Paper zu den anderen beiden Teilen hat der KOK bereits hier verwiesen.

Das Projekt Justice at Last wurde von La Strada International gemeinsam mit dem KOK und weiteren Partnerorganisationen gegründet, um die bestehenden Hindernisse in der Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen als auch Notwendigkeiten und Best-Practices zu deren Überwindung zu identifizieren und analysieren. Fachkräfte sollen mit Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet werden, die es ihnen ermöglichen, die Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte auf Entschädigung zu unterstützen. Zudem soll das Bewusstsein für die wirksamsten Mechanismen zum Opferschutz und zum Zugang zu Entschädigungen bei Fachkräften, politischen Entscheidungsträger*innen, Berater*innen und bei den Betroffenen von Straftaten in Europa geschärft werden.

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Der KOK wird gefördert vom

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

„Menschenhandel in Deutschland – eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Praxis“

Link zum gleichnamigen Buch

„Menschenhandeln"
Ein Animationsfilm über die Arbeit des KOK, dieser Film ist Bestandteil der Ausstellung des KOK.

Policy Paper und Working Paper von Justice at Last erschienen

Im Rahmen des Projektes Justice at Last, an dem auch der KOK beteiligt ist, wurde nun ein Policy Paper herausgegeben. Das Projekt wurde gestartet, um den Zugang zu Entschädigung für Betroffene von Menschenhandel und angrenzende Straftaten zu verbessern. Koordiniert wird das Projekt durch La Strada International. Weitere Projektpartner sind Animus Association (Bulgarien), La Strada (Tschechische Republik), SICAR cat and Esperanza (Spanien), LEFÖ (Österreich), Fair Work (Niederlande), MRCI (Irland), Adpare (Rumänien), Open Gate/La Strada (Mazedonien) und ASTRA (Serbien). In dem Policy Paper werden die Ergebnisse zur Entschädigung von Betroffenen von Menschenhandel in den verschiedenen europäischen Ländern vorgestellt. Demnach haben nur zwei von drei Betroffenen, die Entschädigung eingeklagt haben, diese auch zugesprochen bekommen. Nur ein Viertel derjenigen, denen Entschädigung zugesprochen wurde, hat diese jedoch auch wirklich erhalten. Ein Grund dafür ist, dass Täter*innen sich der Zahlung oft entziehen oder mittellos sind. Die Projektpartner kritisieren, dass Betroffene nicht ausreichend über ihre Rechte hinsichtlich Entschädigung informiert würden. Zudem fehle eine ausreichende Sensibilisierung von Polizei und Justiz und angemessene rechtliche Unterstützung. Weitere Hindernisse stellten Misstrauen in das Rechtssystem durch Betroffene und im Fall irregulärer Migration das Risiko aufenthaltsrechtlicher Konsequenzen dar. Der Bericht legt eine Liste mit Empfehlungen vor, in der das Projekt unter anderem eine stärkere grenzübergreifende Kooperation fordert.

Darüber hinaus hat Justice at Last ein Working Paper zu dem Thema „Victims‘ Needs Assessment“ herausgegeben, das den dritten Teil der dreiteiligen Studie des Projektes zur Opferentschädigung darstellt. Auf die Working Paper zu den anderen beiden Teilen hat der KOK bereits hier verwiesen.

Das Projekt Justice at Last wurde von La Strada International gemeinsam mit dem KOK und weiteren Partnerorganisationen gegründet, um die bestehenden Hindernisse in der Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen als auch Notwendigkeiten und Best-Practices zu deren Überwindung zu identifizieren und analysieren. Fachkräfte sollen mit Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet werden, die es ihnen ermöglichen, die Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte auf Entschädigung zu unterstützen. Zudem soll das Bewusstsein für die wirksamsten Mechanismen zum Opferschutz und zum Zugang zu Entschädigungen bei Fachkräften, politischen Entscheidungsträger*innen, Berater*innen und bei den Betroffenen von Straftaten in Europa geschärft werden.

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KOK informiert

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