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Bericht über Einfluss des Internets auf den Menschenhandel

Am 15. Februar 2022 hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in einer virtuellen Auftaktveranstaltung eine Studie über politische Maßnahmen gegen den technologiegestützten Menschenhandel präsentiert.

Cover OSZE Studie Menschenhandel und Internet

Der Bericht mit dem Titel Policy responses to technology-facilitated trafficking in human beings: Analysis of current approaches and considerations for moving forward beschreibt den verstärkten Einfluss des Internets auf Menschenhandel. Demnach haben insbesondere die letzten zwei Jahre mit der Corona-Pandemie verdeutlicht, dass sich Menschenhandel mehr ins Internet verlagert hat. Dadurch seien neue Wege der Ausbeutung entstanden, ein zunehmender Missbrauch von sozialen Medien sei festzustellen und im vergangenen Jahr seien die höchsten Zahlen von sexuellen Missbrauch von Kindern im Zusammenhang mit dem Internet erfasst worden. Die OSZE legt dar, dass bestehende Gesetze Betroffene nicht ausreichend schützen, sodass es notwendig sei, einen neuen Gesetzesrahmen zu etablieren. Daher werden in dem Bericht verschiedene Ansätze zur Lösung der Problematik dargestellt sowie eine Reihe von Empfehlungen für die OSZE-Teilnehmerstaaten, wie Politik und Gesetzgebung zur Bekämpfung des Menschenhandels unter Wahrung anderer Grundrechte wie des Rechts auf Privatsphäre und des Rechts auf freie Meinungsäußerung eingesetzt werden können.