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Neue Publikation der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel über Entwicklungen in der Arbeitsausbeutung

Neue Entwicklungen in der Fleischindustrie und Paketbranche werden in einem neuen Bericht der Servicestelle analysiert.

In einer neuen Publikation der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel werden die Strukturen in der Fleischindustrie und Paketbranche untersucht. Sie beinhaltet praktische Leitfäden zur Identizierung von Ausbeutung und Zwang sowie zum Schutz und zur Unterstützung von Betroffenen.

Die Servicestelle berichtet von negativen Entwicklungen für Arbeitnehmer*innen in der Fleischindustrie und Paketbranche. "Die Beschäftigung in Subunternehmerketten im Rahmen von Werkverträgen ist eine wesentliche strukturelle Ursache für Mechanismen von Zwang und Ausbeutung. Werkverträge sind sowohl in der Fleischindustrie als auch in der Paketbranche ein zentrales Beschäftigungsmodell. So wird die Verantwortung für die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten abgegeben und verschleiert." Solche Stukturen begünstigen ausbeuterische Arbeitsbedingungen und erschweren es Arbeitnehmer*innen, ihre Rechte durchzusetzen.

Seit den hohen Corona-Infektionszahlen in deutschen Schlachtbetrieben, werden die dortigen katastrophalen Arbeitsbedingungen öffentlich kritisiert. Auch in einigen Paket- oder Logistikzentren gab es eine erhöhte Zahl von Infektionen. Die Publikation der Servicestelle analysiert Anzeichen auf Ausbeutung und Zwang und gibt Handlungsempfehlungen zu Prävention, Bekämpfung und Opferschutz.

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