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Übersetzungen zweier Urteile des EGMR gegen Griechenland wegen unzureichender rechtlicher Regelungen und mangelhafter Sorgfalt und gegen Italien wegen Verstoßes gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens eingestellt

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Die Urteile lagen bisher nur auf Französisch vor. Nun wurden sie im Auftrag des DIMR übersetzt und in die Datenbank eingestellt.

Zur Erinnerung:

In seinem Urteil vom 18.07.2019 verurteilt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Griechenland wegen des Verstoßes gegen Zwangsarbeit gem. Art. 4 Europäische Menschenrechtskonvention, insbesondere wegen unzureichender rechtlicher Regelungen, mangelhafter Sorgfalt bei den Ermittlungen, u.a. wegen überlanger Verfahren und fehlender Beteiligung der Betroffenen und spricht drei Betroffenen aus Russland je 15.000 EUR Schadenersatz zu.

In dem Urteil vom 01.04.2021 verurteilt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Italien mit Urteil wegen des Verstoßes gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gem. Art. 8 Europäische Menschenrechtskonvention, insbesondere aufgrund des rechtswidrigen Umgangsverbotes einer nigerianischen Mutter bezüglich ihrer zwei Kinder während laufender Adoptionsverfahren. Als Betroffene von Menschenhandel wurden ihre schutzwürdigen Interessen nicht ausreichend berücksichtigt; das Kindeswohl wurden gefährdet. Der EGMR spricht ihr 15.000 EUR Schadenersatz zu.

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