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Informationen

Hier finden Sie ein Kurzportrait des KOK e.V. sowie Hintergrundinformationen zur Geschichte, zu den Aufgaben und Zielen des Vereins und zur Arbeit der Fachberatungsstellen.

Kurzportait des KOK

Der KOK e. V. ist ein bundesweit einzigartiger Zusammenschluss aus 37 Organisationen und Fachberatungsstellen, die sich gegen Menschenhandel
und Gewalt an Migrantinnnen einsetzen. Der KOK e. V. arbeitet mit intersektionalem Verständnis, d.h. mit dem Wissen um vielfältige Diskriminierungsformen, die zusammenwirken und sich gegenseitig verstärken können.
Der Schwerpunkt der Arbeit des KOK e. V. ist die Interessensvertretung von Frauen, insbesondere Migrantinnen. Darüber hinaus arbeitet der KOK e. V.
aufgrund seiner Erfahrung mit einer für alle Betroffenengruppen übergreifenden Expertise.

Diese Expertise bezieht der KOK aus dem Fachwissen seiner Mitgliedsorganisationen und damit direkt aus der Praxis. Wir verstehen uns sowohl national als auch international als Schnittstelle zwischen Fachberatungsstellen, Politik, Öffentlichkeit und relevanten Kooperationspartnern.

Der KOK vertritt die gemeinsamen politischen und gesellschaftlich relevanten Interessen seiner Mitglieder und vernetzt die regionalen Kräfte auf Bundesebene. Dies wird gewährleistet durch gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch, gemeinsame Aktionen sowie entsprechende Bildungsangebote. Darüber hinaus leistet der KOK auf nationaler und internationaler Ebene Lobbyarbeit, um politische Forderungen und fachspezifisches Wissen in Gesetzgebungs- und Entscheidungsprozesse einzubringen.

Hintergrundinformationen zum KOK

Der bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK e.V.) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Er setzt sich auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die Bekämpfung des Menschenhandels und für die Verwirklichung der Rechte der Betroffenen ein. Der KOK ist bundes- und europaweit die einzige Koordinierungsstelle mit diesem Fokus und verfügt über eine umfangreiche und langjährige Expertise zu den Themen Menschenhandel und Ausbeutung, insbesondere zur Unterstützung der Opfer von Menschenhandel. Diese Expertise bezieht der KOK aus dem Fachwissen seiner Mitgliedsorganisationen und damit direkt aus der Praxis. Wir verstehen uns sowohl national als auch international als Schnittstelle zwischen Fachberatungsstellen, Politik, Öffentlichkeit und relevanten Kooperationspartnern.

Ziele

  • Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen von Menschenhandel und der von Gewalt betroffenen Migrantinnen; Schaffung, Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechte
  • Umsetzung nationaler und internationaler Standards im Umgang mit den Betroffenen
  • Umsetzung einer Frauen- und Menschenrechtsperspektive in Politik und Gesellschaft
  • Unterstützung der bestehenden Struktur der Fachberatungsstellen

Die Mitgliedsorganisationen

1999 von Organisationen gegründet, die sich gegen Menschenhandel einsetzen, vereint der KOK e.V. heute 37 Mitgliedsorganisationen unter seinem Dach. Darunter sind fast alle der spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel in Deutschland sowie andere Einrichtungen, die sich mit den Themen Frauen- und Menschenhandel, Arbeitsausbeutung und den Rechten von Migrantinnen auseinandersetzen (Migrantinnenorganisationen, Schutzwohnungen und Frauenhäuser, Prostituiertenberatungsstellen, Lobbyorganisationen und Wohlfahrtsverbände). Fachberatungsstellen (FBS) die zum Thema Menschenhandel arbeiten, gibt es in Deutschland seit den 1980er Jahren.

Mit ihrer Unterschiedlichkeit haben es alle Mitglieder des KOK seit vielen Jahren erfolgreich verstanden, ihre Kräfte für die Bekämpfung des Menschenhandels und für den Schutz der Betroffenen zu bündeln.

Die Geschäfts- und Koordinationsstelle

Die Geschäftsstelle des KOK wurde im Dezember 1999 in Potsdam eingerichtet und ist im Dezember 2006 nach Berlin umgezogen. Sie wird zum großen Teil über Zuschüsse des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert.

Hauptaufgaben der Geschäftsstelle sind:

  • die Interessensvertretung seiner Mitgliedsorganisationen, und damit der Praxis, auf Bundesebene
  • die Vernetzungsarbeit zwischen seinen Mitgliedsorganisationen aber auch die Vernetzung mit anderen Akteuren durch z.B. die Durchführung von regelmäßigen Veranstaltungen, Teilnahme bei Gremien etc.
  • die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit durch Erarbeitung von Stellungnahmen, Politikberatung, Durchführungen von Fachtagungen etc.
  • Bildungsarbeit und Wissenstransfer in Form von Erarbeitung von Studien, Publikationen, Expertisen, Artikeln, Schulungen und Vortragsarbeit sowie Webseite mit ausführlichen Informationen
  • Internationale Arbeit in Form von internationalen Projektpartnerschaften, Erstellung von Prallelberichten

In der Geschäftsstelle arbeiten fünf hauptamtliche Mitarbeiterinnen: Naile Tanis (Geschäftsführerin), Sarah Schwarze (Referentin), Eva Küblbeck (Referentin), Severine Klie (Assistentin der Geschäftsführung) und Janina Rost (Verwaltungsfachkraft). Darüber hinaus wird die Geschäftsstelle von einer Praktikantin unterstützt.

Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus mindestens 3 und höchstens 5 Mitgliedern und wird für jeweils zwei Jahre gewählt. Er vertritt den KOK gerichtlich und außergerichtlich in allen Belangen und ist ehrenamtlich tätig. Der Vorstand arbeitet eng mit der Geschäftsstelle des KOK zusammen und wird von ihr unterstützt.

Im Vorstand sind aktuell:

  -     Nicole Asbrock (Mitgliedsorganisation ZORA Schwerin)

  -     Andrea Hitzke (Mitgliedsorganisation Dortmunder Mitternachtsmission)

  -     Valentina Maradjieva (Mitgliedsorganisation agisra Köln)

  -     Margarete Muresan (Mitgliedsorganisation IN VIA Berlin)

Die Arbeit der Fachberatungsstellen

Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel in Deutschland sind Nichtregierungsorganisationen, die Beratung und Unterstützung für die genannte Zielgruppe anbieten. Zusätzlich sichern sie den Rahmen für die Beratung durch koordinierende Tätigkeiten ab.

Zurzeit existiert eine etablierte und gut vernetzte Unterstützungsstruktur von spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel (FBS) in Deutschland. Insgesamt gibt es ca. 50 FBS und weitere Organisationen, die Betroffenen Unterstützung und Beratung anbieten. Die meisten dieser FBS beraten und betreuen sowohl Betroffene von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung als auch Betroffene von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung.

Kontaktdaten der Fachberatungsstellen finden Sie im Menüpunkt Mitgliedsorganisationen/Fachberatungsstellen.

Aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte haben viele einen frauenspezifischen Fokus, einige beraten nur Frauen, andere beraten Frauen, Minderjährige und Männer und einige prüfen, ob und in welcher Form sie ihre Angebote auch für männliche Betroffene öffnen können und wollen. Dies ist sowohl eine Frage der Ausrichtung der FBS als auch eine Frage von Ressourcen und Mandaten. In der öffentlichen Diskussion wird die Arbeit der im KOK zusammengeschlossenen FBS häufig auf den Bereich Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung reduziert. Dies ist allerdings eine falsche Zuordnung. Die Mehrheit der im KOK zusammengeschlossenen Beratungsstellen (ca. 70 Prozent) arbeitet sowohl zu Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung als auch zu den Themen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung und Arbeitsausbeutung. 

Die Beratungsarbeit orientiert sich an den Interessen und Belangen der Klient*innen. Fachberatungsstellen assistieren ihren Klient*innen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und stützen sie in der Förderung ihrer Selbstbestimmung und Stärke. Die Beratung erfolgt auf freiwilliger Basis und wird nach Bedarf auch muttersprachlich angeboten. Die Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht und behandeln alle Angaben ihrer KlientInnen vertraulich.

Je nach Konzept und personeller Ausstattung bieten die Einrichtungen in folgenden Bereichen Beratung und Unterstützung an:

  • Krisenintervention und Erstgespräch, z.T. auch aufsuchende Arbeit,
  • Fortlaufende psychosoziale Beratung,
  • Klärung aufenthalts- und sozialrechtlicher Fragen, Sicherung des Lebensunterhaltes,
  • Angebot / Vermittlung von Unterbringung, medizinischer Versorgung, Therapie-angeboten, Bildungsmaßnahmen und Freizeitgestaltung,
  • Begleitung zu Behörden,
  • Begleitung im Ermittlungs- und Strafverfahren und vor Gericht,
  • Vermittlung eines/einer RechtsanwältIn,
  • Unterstützung beim Aufbau von Lebensperspektiven und
  • Organisation und Unterstützung bei der Ausreise und Vermittlung von Hilfsangeboten in den Herkunftsländern

Weitere Informationen zu den FBS und ihrer Arbeit hier

Der KOK wird gefördert vom

Der KOK unterstützt das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.hilfetelefon.de

PRESSEKONTAKT

Naile Tanış

KOK e.V.
Kurfürstenstraße 33
10785 Berlin
Tel.: 030 / 263 911 76 
Fax: 030 / 263 911 86
E-Mail: presse(at)kok-buero.de
Website: www.kok-gegen-menschenhandel.de

Sie erreichen uns:
Montag - Donnerstag
9:30 - 14:30 Uhr

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