In 12 der 27 EU-Mitgliedstaaten stiegen die registrierten Betroffenenzahlen im Vergleich zum Vorjahr. In 14 Staaten gingen sie zurück, ein Staat meldete keine Veränderung. Mehrere Länder verweisen darauf, dass Anstiege teilweise auf eine stärkere Sensibilisierung sowie verbesserte Identifizierungs- und Meldeverfahren der zuständigen Behörden zurückzuführen sind.
63 Prozent der registrierten Betroffenen waren Frauen oder Mädchen.
Sexuelle Ausbeutung war mit 46 Prozent weiterhin die häufigste Ausbeutungsform. Gleichzeitig hat die Arbeitsausbeutung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und liegt inzwischen nahezu auf gleichem Niveau. Andere Ausbeutungsformen, darunter Ausbeutung von Betteltätigkeiten, von strafbaren Handlungen oder Organentnahme, machten 2024 rund 16 Prozent aus.
EU-weit stieg die Zahl der verurteilten Täter*innen 2024 um 13 Prozent, während die Zahl der Verdächtigen zurückging.
Die veröffentlichten Daten basieren auf offiziellen Angaben zu registrierten Betroffenen sowie mutmaßlichen und verurteilten Täter*innen in der EU im Zeitraum von 2008 bis 2024.










