Im Mittelpunkt stehen Entscheidungen zum Zugang zu Sozialleistungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Drittstaatsangehörigen und aufenthaltsrechtlichen Fragen, insbesondere zum Aufenthaltstitel nach § 25 Abs. 4a AufenthG sowie zum Asylbewerberleistungsrecht. Darüber hinaus werden Entscheidungen zum Zugang von Unionsbürger*innen zu Sozialleistungen, zum Sozialen Entschädigungsrecht und zu weiteren sozialleistungsrechtlichen Fragen dargestellt.
Die Auswertung macht deutlich, dass der Zugang zu existenzsichernden Leistungen für Betroffene in der Praxis weiterhin mit erheblichen Hürden verbunden ist. Sozialleistungen, medizinische Versorgung und eine sichere Unterkunft sind nach einer Ausbeutungssituation jedoch zentrale Voraussetzungen für die Stabilisierung, den Aufbau einer eigenständigen Lebensführung und die Mitwirkung an einem Strafverfahren. Auch langfristig können Unterstützungsleistungen dazu beitragen, erneute Abhängigkeiten und Ausbeutungssituationen zu verhindern.
Die KOK-Rechtsprechungsdatenbank wird seit 2022 gemeinsam mit der Berichterstattungsstelle Menschenhandel des Deutschen Instituts für Menschenrechte geführt. Sie umfasst mittlerweile 558 Entscheidungen (Stand: 1. Juli 2026) und richtet sich unter anderem an Strafverfolgungsbehörden und Justiz, Rechtsanwält*innen, Fachberatungsstellen und die Fachöffentlichkeit.









