Aktuelles im KOK

Schutz vor Ausbeutung und Rechte von Hausangestellten

Anlässlich des Internationalen Tages der Hausangestellten am 16. Juni macht der KOK auf die Gefahren der Ausbeutung in schwer zugänglichen Bereichen, wie häuslicher Pflege oder haushaltsnahen Dienstleistungen aufmerksam.

Fensterreinigung

iStock.com/Stanislav Sablin

Angesichts der anhaltenden Flucht- und Migrationsbewegungen, aus der Ukraine und anderen Kriegs- und Krisenregionen, steigen die Risiken für Schutzsuchende, in Ausbeutungssituationen zu geraten. Im Kontext des Ukrainekrieges sind es zu einem großen Teil Frauen und Kinder, die in andere europäische Länder fliehen. Gerade Frauen sind es auch, die sehr häufig von ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen in Privathaushalten und der privaten Pflege betroffen sind. Um diese Menschen vor ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zu schützen, muss sichergestellt werden, dass sie die Arbeitsbestimmungen und ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen kennen und Zugang zum Arbeitsmarkt haben.

Neben der Gastronomie, Fleischverarbeitung und Saisonarbeit in der Landwirtschaft sind Arbeitsverhältnisse in Privathaushalten in Deutschland häufig prekär und ausbeuterisch, da die Tätigkeiten ohne besondere Vorkenntnisse möglich sind, die Nachfrage hoch und die Kontrolle und Regulierung erschwert ist. Das Phänomen der Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit in haushaltsnahen Dienstleistungen und die Situation der Betroffenen in Deutschland hat der KOK bereits 2020 in einem Informationsdienst beleuchtet und politische Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Global Alliance Against Traffic in Women (GAATW) hebt anlässlich des International Domestic Workers' Day die Auswirkungen der COVID-Pandemie auf Hausangestellte und ihren und Ausschluss von dringend benötigtem sozialen Schutz auf der ganzen Welt hervor. In einem Statement werden die Regierungen aufgefordert, ihnen Zugang zu Arbeitsrechten und sozialem Schutz zu gewähren.

Die Europäische Kommission hat kürzlich einen Leitfaden zur Unterstützung von Geflüchteten beim Zugang zu Arbeit, Ausbildung und Erwachsenenbildung veröffentlicht. Er beschreibt Maßnahmen und Best-Practice Beispiele, damit Schutzsuchende aus der Ukraine in die Arbeitsmärkte integriert werden und Zugang zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bekommen.

Das Beratungsnetzwerk Gute Arbeit hat Prüfsteine für gute Arbeit für Geflüchtete aus der Ukraine veröffentlicht. Diese dienen Menschen, die ehrenamtlich oder hauptberuflich geflüchtete Menschen bei der Arbeitsaufnahme begleiten, als Orientierung, um den Risiken von Arbeitsausbeutung vorzubeugen.

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