Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel – KOK e.V.

Der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Der KOK e.V. engagiert sich auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung sowie für die Durchsetzung der Rechte Betroffener und setzt sich für die Verwirklichung der Menschenrechte von Migrantinnen* ein. 

Der Bundesweite Koordinierungskreis wurde 1987 von Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel gegründet und ist seit 1999 ein eingetragener Verein. Aufgrund der gesellschaftspolitischen Veränderungen, der zunehmenden Aufgaben und um die Arbeit als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation zu stärken, wurde 1999 mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Geschäftsstelle in Potsdam aufgebaut. Die Geschäftsstelle vertritt die Ziele des Vereins und die Interessen der Mitglieder auf Bundesebene durch Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Jahr 2006 wurden Vereinssitz und Büro nach Berlin verlegt.

Der KOK e.V. ist ein Zusammenschluss von 43 Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel und weiteren Organisationen, die sich für die Rechte von Betroffenen einsetzen und zu den Themen Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt an Migrantinnen* arbeiten:

  • spezialisierte Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel
  • Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen
  • autonome Migrantinnen*projekte
  • Beratungsstellen zu Prostitution und Sexarbeit
  • Frauenrechts- und Menschenrechtsorganisationen
  • Wohlfahrtsverbände

Der KOK ist die zentrale Schnittstelle zwischen der Praxis der Mitgliedsorganisationen und der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Er ist bundesweit die einzige Koordinierungsstelle mit diesem Fokus und ist auch europaweit als Modell für eine erfolgreiche Vernetzung zu sehen. Der KOK verfügt über eine umfangreiche und langjährige Expertise im Einsatz gegen Menschenhandel und Ausbeutung und in der Unterstützung der Betroffenen sowie der Durchsetzung von deren Rechten. Diese Expertise bezieht der KOK aus dem Fachwissen seiner Mitgliedsorganisationen und damit direkt aus der Praxis der spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel.

Vor diesem Hintergrund arbeitet der KOK als Fachorganisation praxisfundiert und kann die Erfahrungen der Fachberatungsstellen aus der Arbeit mit Betroffenen in politische Prozesse einbringen. Die Ergebnisse dieser Arbeit können dann wieder in die Praxis gespiegelt werden. Dadurch schafft der KOK einen Wissenstransfer zwischen der praktischen Ebene der Mitgliedsorganisationen und Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Die enge Anbindung an die Basis ist für den KOK von entscheidender Bedeutung bei der Bearbeitung vielfältiger Themen und für eine erfolgreiche und realitätsnahe Öffentlichkeits- und Advocacyarbeit. Gerade dieser Praxisbezug macht die Qualität der Arbeit des KOK aus und stellt eine Besonderheit dar.

Der KOK setzt sich für eine an den Menschenrechten orientierte Politik gegen Menschenhandel ein, die Rechtsansprüche der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Europäische und internationale Konventionen sind maßgebend für die Arbeit des KOK mit dem Ziel, die Rechte von Betroffenen durchzusetzen und ihre Lebenssituation zu verbessern.

Das Leitbild des KOK kann hier als Online-PDF eingesehen werden.

Den Flyer des KOK steht hier online zur Verfügung.

„Menschenhandeln"

Ein Animationsfilm über die Arbeit des KOK, dieser Film ist Bestandteil der Ausstellung des KOK.

Gefördert vom
Logo BMFSFJ
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Kontakt

KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.
Lützowstr.102-104
Hof 1, Aufgang A
10785 Berlin

Tel.: 030 / 263 911 76
E-Mail: info@kok-buero.de

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