Aktuelles im KOK

Fachgespräch zu Menschenhandel und Arbeitsausbeutung von Frauen

Am 28. März fand das gemeinsame Fachgespräch "Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und schwere Arbeitsausbeutung von Frauen" von Brot für die Welt und dem KOK statt. 

Die geladenen Expert*innen diskutierten über die Fragestellung, ob Frauen im Bereich Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung oder schwere Arbeitsausbeutung weniger wahrgenommen werden und worin mögliche Ursachen liegen könnten. Die Veranstaltung und sowie die zu Grunde liegende Studie „Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und schwere Arbeitsausbeutung von Frauen – Ein nicht gesehenes Phänomen?“wurde von den ExpertInnen einhellig als wichtiger Impuls begrüßt.

Die Veranstaltung wurde von Frau Dr. Luise Steinwachs von Brot für die Welt eröffnet. Neben der Autorin der Studie, Janina Mittwalli waren auch zwei Vertreterinnen von Beratungsstellen als Referentinnen geladen: Katrin Kirstein, Koofra von der Fachberatungsstelle gegen Frauenhandel in Hamburg und Sylwia Timm von der Beratungsstelle Faire Mobiliät in Berlin. Die beiden Praktikerinnen legten in ihren Inputs einen besonderen Schwerpunkt auf die Unterstützungsstrukturen und Opferrechte.

Das Podiumsgespräch wurde von Carsten Moritz (BKA), Heike Rabe (Deutsches Institut für Menschenrechte), Dominique John (Projekt Faire Mobilität) und Naile Tanis (KOK) geführt. Gemeinsam wurden die in der Studie genannten Gründe aus der jeweiligen Perspektive der ExpertInnen beleuchtet und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Das Publikum, das aus Personen aus verschiedensten beruflichen Hintergründe bestand, trug wertvolle Hinweise und Anregungen bei.

Alle Beteiligten waren der Meinung, dass in Zukunft das Thema Frauen als Betroffene von Arbeitsausbeutung mehr Beachtung finden sollte und bessere Wege gefunden werden müssen, um betroffene Frauen zu erreichen und ihnen den Zugang zum Recht zu ermöglichen.

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