Aktuelles im KOK

Internationaler Aktionstag gegen Gewalt gegenüber Frauen

Zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen machen zahlreiche Organisationen auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam, rufen zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf und fordern politische Maßnahmen zur Beseitigung der Gewalt gegenüber Frauen.

Quelle: UN Women Deutschland

Das Fraueninformationszentrum (FIZ) Stuttgart, KOK-Mitgliedsorganisation und Fachberatungsstelle, erinnert anlässlich des 25. Novembers daran, „dass der deutsche Staat sich dazu verpflichtet hat, geschlechterspezifische Verfolgung als Asylgrund anzuerkennen“. In einem Statement werden Forderungen zum Schutz vor geschlechterspezifischer Gewalt und Verfolgung konkretisiert.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat gerade eine Auswertung zu Gewalt in (Ex)Partnerschaften für das Jahr 2020 vorgestellt. Die Kriminalstatistische Auswertung Partnerschaftsgewalt 2020 des Bundeskriminalamtes zeigt auf, dass die Anzahl gemeldeter Fälle von Gewalt in der Partnerschaft im vergangenem Jahr weiter angestiegen ist.

Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Deutschland (bff e.V.) hat ein Best-Practices-Handbuch und weiteres Informationsmaterial veröffentlicht, um die Gefährdung von Frauen besser zu erkennen und effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hat die Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“ gestartet, durch welche dazu aufgerufen wird, sich unter #schweigenbrechen in den Sozialen Netzwerken zu beteiligen und ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Die bundesweite Aktion steht unter der persönlichen Schirmherrschaft der geschäftsführenden Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht.

Auch die Vereinten Nationen nehmen sich dem Thema an. UN-Generalsekretär António Guterres, sagt in einer Videobotschaft, dass „Gewalt gegen Frauen nicht unvermeidlich ist" und betont die Notwendigkeit politischer Maßnahmen und langfristiger Strategien, um die Ursachen der Gewalt zu beseitigen und die Betroffenen besser zu schützen und unterstützen.
Sima Sami Bahous, Direktorin von UN Women, bezeichnet in einer virtuellen Veranstaltung geschlechtsspezifische Gewalt als "eine globale Krise" und ruft zur internationalen Kampagne 16 Days of Activism against Gender-Based Violence auf, welche jährlich vom 25. November bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember die Verhinderung und Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen fordert.
UN Women Deutschland fordert u. a. die neue Bundesregierung dazu auf, die Umsetzung der Istanbul-Konvention voranzutreiben und begleitet den Aktionstag mit Informationsmaterialien und Kampagnen

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