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BKA Lagebild Menschenhandel 2017 veröffentlicht

Das Bundeskriminalamt veröffentlichte am 7. August sein aktuelles Lagebild Menschenhandel mit den Zahlen zu Menschenhandel und Ausbeutung für 2017.

Darin wurden erstmals die im Herbst 2016 reformierten Straftatbestände zu Menschenhandel und Ausbeutung erfasst.

In seiner Pressemitteilung weist das BKA auf einen Anstieg der Betroffenenzahlen um 25% gegenüber 2016 hin. Für 2017 sind im Lagebild 671 Betroffene von Menschenhandel erfasst. Die Mehrzahl waren Betroffene von sexueller Ausbeutung bzw. Zwangsprostitution. Es wurde aber auch ein deutlicher Anstieg von Betroffenen der Arbeitsausbeutung verzeichnet. Dieser gehe insbesondere auf zwei Großverfahren zurück, so das Lagebild. Die Zahl der abgeschlossenen Verfahren im Bereich Arbeitsausbeutung ist nach wie vor niedrig (11 Verfahren).

Durch die Anpassung des Lagebilds an die reformierten Straftatbestände wurden erstmals auch weitere Ausbeutungsformen erfasst, zu denen es Verfahren gab, z.B. Ausbeutung von Bettelei. Zur Ausbeutung strafbarer Handlungen wurden bisher keine Ermittlungsverfahren erfasst.

Die Ausbeutung von Minderjährigen (sowohl kommerzielle sexuelle Ausbeutung als auch andere Ausbeutungsformen) wird in einem eigenen Abschnitt ebenfalls erfasst.

Nach wie vor ist es wichtig zu beachten, dass das Lagebild nur das polizeibekannte Hellfeld wiedergibt und auch nur abgeschlossene Ermittlungsverfahren beinhaltet.

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