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KOK erstellt Studie zum Thema Arbeitsausbeutung von Frauen

Um den Wissenstand in den Bereichen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung in Deutschland zu erweitern, plant der KOK e.V. die Erstellung einer Studie mit dem Titel „Schwere Arbeitsausbeutung und Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung von Frauen – ein nicht gesehenes Phänomen“.

Wie aus dem Titel bereits erkennbar ist, lautet die Arbeitshypothese, dass Frauen die von Menschenhandel zum Zweck Arbeitsausbeutung betroffen sind, als Betroffenengruppe bisher nicht ausreichend wahrgenommen werden.  Nach wie vor werden weibliche Betroffene von Menschenhandel überwiegend der sexuellen Ausbeutung, männliche Betroffene dem Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zugeordnet. Allerdings wird durch Erfahrungen aus der Praxis der KOK-Mitgliedsorganisationen deutlich, dass diese Zuordnungen zu eng greifen und die beinhalteten Genderstereotypen nicht der Realität entsprechen. Auch Frauen werden Betroffene der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, so beispielsweise in Privathaushalten oder der Pflege. Darüber hinaus gibt es Bereiche, beispielsweise den der Landwirtschaft oder der Gastronomie, in welchen sowohl Frauen, als auch Männer, zum Teil in gemischten Gruppen oder in Familien, ausgebeutet werden.

Finanziert wird sie vom evangelischen Entwicklungsdienst Brot für die Welt und der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.

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