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Studien über Arbeitsmigration und Menschenhandel in Thailand und Vietnam

Cover Studie Arbeitsmigration und Menschenhandel in Thailand

Das Overseas Development Institute (ODI) veröffentlichte in Zusammenarbeit mit dem ASEAN-ACT zwei Studien zu Arbeitsmigration und Menschenhandel in Thailand und Vietnam. Es wird untersucht, inwiefern wirtschaftspolitische Faktoren die Anfälligkeit von Arbeitsmigrant*innen für Ausbeutung und Menschenhandel begünstigen und welche Bedingungen, die Möglichkeiten der Prävention, des Schutzes und der Strafverfolgung mindern. Während der Forschungsbericht zu Thailand die Risiken untersucht, denen Migrant*innen im Land als Zielland von Arbeitsmigration ausgesetzt sind, beleuchtet die Studie zu Vietnam das Land als Herkunftsland von Arbeitsmigration und analysiert die Vulnerabilitäten von Arbeitsmigrant*innen in allen Phasen des Migrationszyklus.

In beiden Berichten schlussfolgern die Forschenden, dass das größte Hindernis zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung darin liegt, dass eine Vielzahl von Akteuren von der Aufrechterhaltung des Status quo profitieren. Während Thailands Entwicklungsmodell aufgrund einer alternden Bevölkerung und eines raschen Wirtschaftswachstums im hohen Maße auf gering qualifizierte Arbeitsmigrant*innen angewiesen ist, nutzt Vietnam die Entsendung von Arbeitskräften als Teil ihrer entwicklungspolitischen Strategie, von der auch das Feld der formellen und informellen Anwerbeagenturen profitiert.

Um zur Verringerung der Gefährdung von Betroffenen von Menschenhandel und zur Stärkung der Position von Arbeitsmigrant*innen aus den untersuchten Ländern beizutragen, werden jeweils Handlungsempfehlungen für die nationale Gesetzgebung und Politik, für NGOs sowie die internationale Zusammenarbeit ausgesprochen.

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