Vernetzung international

Durch den unermüdlichen politischen Einsatz von Frauen-NGOs ist es gelungen, dass die Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen an Frauen zunehmend von den Regierungen der Herkunfts-, Transit- und Zielländer übernommen wurde und Maßnahmen zur Verhinderung eingeleitet wurden. Ebenso wurde das Fachwissen der Nichtregierungsorganisationen zunehmend anerkannt, so dass ein größerer Aktionsradius in der Beteiligung von NGOs in Gesetzgebungsverfahren und Entscheidungsprozessen erreicht werden konnte.

Kontakte und Links

NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN (NGO)

Anti-Slavery International

Die 1839 gegründete Organisation Anti-Slavery International ist die weltweit älteste Menschenrechtsorganisation. Mit ihrem Hauptsitz in London arbeitet sie in Vernetzung mit internationalen Mitglieds- und Partnerorganisationen zur Bekämpfung der modernen Sklaverei. Die Arbeit von Anti-Slavery International umfasst ein breites Spektrum von empirischer Forschung zur Identifizierung geeigneter Maßnahmen zur Bekämpfung von moderner Sklaverei, Öffentlichkeits- Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in Kooperation mit lokalen Organisationen in den verschiedenen Ländern sowie politischer Lobbyarbeit auf  lokaler, regionaler und internationaler Ebene.
www.antislavery.org 

 

FIZ – Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration

Die FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration setzt sich für den Schutz und die Rechte von Migrantinnen in der Schweiz ein, die von Gewalt und Ausbeutung betroffen sind. Die Fachstelle betreibt eine Beratungsstelle für Migrantinnen sowie eine spezialisierte Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel. Darüber hinaus schult FIZ Fachkräfte der sozialen Arbeit zum Thema Frauenhandel und Migration. Aus den Erkenntnissen, die in der täglichen Arbeit mit Migrantinnen gewonnen werden, entwickelt die FIZ Handlungsvorschläge für Behörden und Politik und sensibilisiert mit Kampagnen und Medienarbeit die Öffentlichkeit für die Situation gewaltbetroffener Migrantinnen.
www.fiz-info.ch

 

La Strada International

La Strada international ist ein weltweit anerkanntes Netzwerk mit neun Mitgliedsorganisationen in den Niederlanden, der Tschechischen Republik, Polen, der Ukraine, Bulgarien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Moldau und Mazedonien. Ihre Ziele sind einerseits gegenseitiger Informations- und Erfahrungsaustausch, andererseits die Entwicklung wichtiger präventiver Kampagnen sowie Angebote zur Unterstützung von Rückkehrerinnen in den Zielländern, die von den Mitgliedsorganisationen umgesetzt werden.
www.lastradainternational.org

 

LEFÖ - Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels

LEFÖ ist eine österreichische NGO für die Rechte von Migrantinnen. Die Organisation wurde 1985 von exilierten Frauen aus Lateinamerika gegründet und setzt sich seit dem für die Beratung, Bildung und Begleitung von Migrantinnen in Österreich ein. Sie bietet Unterstützung in rechtlichen, psychosozialen und gesundheitlichen Belangen, unterstützt die reale Integration von marginalisierten Frauen und engagiert sich darüber hinaus für Chancengleichheit und Partizipationsmöglichkeiten. Außerdem betreibt LEFÖ Lobby- und Sensibilisierungsarbeit für eine politische und gesellschaftliche Entstigmatisierung von Migrantinnen.
www.lefoe.at

 

Global Alliance against Traffic in Women

Die Global Alliance against Traffic in Women (GAATW) ist eine Allianz von mehr als 100 Nichtregierungsorganisationen aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika. Das GAATW Sekretariat hat seinen Sitz in Bangkok. GAATW betrachtet Menschenhandel als ein Phänomen, das in einen weiteren Kontext von Arbeitsmigration eingebettet ist. GAATW setzt sich daher für die Menschenrechte aller Migrant*innen und ihrer Familien ein, v.a. vor dem Hintergrund eines globalisierten Arbeitsmarktes. Sicherheitsstandards für Arbeitsmigrant*innen im formellen und informellen Sektoren müssen gewährleistet werden. Der KOK ist Mitglied bei GAATW.
www.gaatw.org

 

Platform for International Cooperation on Undocumented Migrants - PICUM

Der KOK e.V. ist dem PICUM Netzwerk beigetreten. Auf der PICUM-Mitgliederversammlung am 12.-13.05. in Brüssel stimmten die Mitglieder für eine Aufnahme des KOK in das Netzwerk.

PICUM ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Rechte von Migrant*innen ohne legalen Status (Undocumented Migrants) einsetzen. Derzeit hat das Netzwerk über 150 Mitgliedsorganisationen aus mehr als 30, überwiegend europäischen, Ländern. Der KOK ist in einer der thematischen Arbeitsgruppen des Netzwerks vertreten.
www.picum.org

 

„Animus Association“ Foundation

Die „Animus Association“ Foundation (AAF), welche seit 1998 die bulgarische Partnerorganisation von La Strada International ist, arbeitet mit gewaltbetroffenen Frauen, Jugendlichen und Kindern. AAF bietet direkte Hilfe und Beratung für Betroffenen von häuslicher und sexueller Gewalt sowie für Betroffene von Menschenhandel. Ihr Angebot reicht dabei über Beratung, psychologische Betreuung bis hin zur rechtlichen Unterstützung. Unter anderem betreibt die AAF ein Transit Center für Betroffene von Menschenhandel, das 24/7 zur Verfügung steht.
www.animusassociation.org

 

EUROPÄISCHE UNION

EU Civil Society Platform against trafficking in human beings

Die EU Civil Society Platform wurde im Mai 2013 von der EU Kommission gegründet und verfolgt das Ziel den Austausch und die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen  und EU-Institutionen bei der Bekämpfung des Menschenhandels auf EU-Ebene zu fördern. Darüber hinaus soll das auf der Plattform gesammelte ExpertInnenwissen für die Entwicklung neuer EU-Strategien und Maßnahmen gegen Menschenhandel genutzt werden. Über 100 europäische Nichtregierungsorganisationen, darunter auch der KOK e.V., nehmen an der Plattform teil.
www.ec.europa.eu/anti-trafficking

 

Plattform für Grundrechte (FRP) der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA)

Die Plattform für Grundrechte der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) besteht seit 2008. Dieses  Netzwerk besteht aus über 300 Organisationen der Zivilgesellschaft, die in verschieden Bereichen der Grundrechte tätig sind. Die Plattform soll einen Informationsaustausch und Dialog zwischen der FRA und der Zivilgesellschaft sowie unter den zivilgesellschaftlichen Organisationen ermöglichen. Der KOK wurde 2013 in die Plattform aufgenommen. Die Plattform trifft sich einmal jährlich, auch der KOK e.V. nimmt daran teil.                            
http://fra.europa.eu/en/cooperation/civil-society

 

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Kontakt

KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.
Lützowstr.102-104
Hof 1, Aufgang A
10785 Berlin