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UN-Bericht weist auf erhebliche Gewalt gegen Migrant*innen bei Schleusungskriminalität hin

Migrant*innen, die Schmugglernetzwerke nutzen, um aus ihren Heimatländern zu fliehen, sind während des Transits oft extremer Gewalt, Folter, Vergewaltigung und Entführung ausgesetzt. Trotz der Schwere dieser Straftaten werden von den nationalen Behörden nur wenige Maßnahmen ergriffen, und in einigen Fällen sind Beamt*innen an diesen Verbrechen mitschuldig.

Die Studie Abused and Neglected – A Gender Perspective on Aggravated Migrant Smuggling and Response des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) betrachtet die zugrundeliegenden Risiken, die zu Missbrauch und Gewalt während der Schleusung führen, und geht insbesondere auf geschlechtsspezifische Faktoren ein. Sie analysiert auch die strafrechtlichen Reaktionen auf diese Misshandlungen und die praktischen Hindernisse, die das Anzeigen, die Untersuchung oder strafrechtliche Verfolgung dieser (Gewalt-)Verbrechen behindern. Schließlich listet die Studie eine Reihe von Empfehlungen für UN-Mitgliedstaaten auf, wie sie auf schweren Menschenschmuggel reagieren und betroffene Migrant*innen besser schützen können.

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